Kampagne von
X-tausendmal quer
und KURVE Wustrow

Durchgeführte Blockaden

Hier dokumentieren wir die durchgeführten Blockaden, indem wir die Berichte der Blockadegruppen veröffentlichen.

Dementsprechend finden sich hier Texte und Bilder, sowie Links zum Medienecho, die die jeweiligen Gruppen zur Verfügung gestellt haben.

Freitag, 19.12.2012 Janas Geburtstagsblockade

Samstag, 6.10.2012 Kuhle Wampe

Bikerstammtisch vor der Zufahrt zum Erkundungsbergwerk Gorleben

Am letzten Samstag trafen sich ca.25 unentwegte Mitglieder des Verbandes der Motorradclubs Kuhle Wampe und Freunde, um die Zufahrt zum Erkundungsberkwerk von 11.00 bis 16.00 Uhr zu blockieren.

Wir ließen uns auch von wirklichem Schietwetter, Dauerregen und Wind nicht abschrecken und parkten unsere ca. 20 Motorräder auf der Zufahrtsstraße zum Bergwerk. An einem quer über die Straße gespanntem Seil hängten wir zahlreiche bunte Protestbanner. Schnell wurde eine Plane quer über die Straße gespannt, Bierzeltgarnituren aufgebaut, Kaffee und Kuchen hervorgezaubert und schon konnten wir im Trockenen sitzen und unseren Stammtisch genießen.
Spiele wie Atommüllfässer ( Dosen ) vom Tisch werfen,heiterte unsere Gemüter erheblich auf.
Eine schöne Überraschung war, dass Freunde aus Hannover für uns musizierten und sangen.
Unsere „ Freunde und Helfer“ hielten sich sehr zurück, so dass wir viel Freude miteinander hatten.

Es war bestimmt nicht die letzte Aktion der Kuhlen Wampe im Widerstand gegen Atomenergie im Wendland!

Fotos der Blockade

1.MCKWGorleben365Block

12.-13. 08. 2012  1Jahr gorleben365

„Einmal ist es uns sogar gelungen, dass der Betrieb für einen ganzen Tag eingestellt werden musste,“ so Katja Tempel von der Kampagne. Auch die Tatsache, dass die Belegschaft des Erkundungsbergwerks seit Beginn der Blockaden nur noch fünf Tage in der Woche arbeitet statt vorher sieben, schreibt sich „gorleben365“ als Erfolg auf die Fahnen.
„Zwar haben wir den Endlagerstandort Gorleben mit den Blockaden nicht verhindert, aber unser erklärtes Ziel, den reibungslosen Ablauf des weiteren Ausbaus zu verhindern, haben wir erreicht,“ so Katja Tempel.
Kriminaloberrat Thomas Meyn, Leiter des Polizeikommissariats Lüchow, ließ es sich nicht nehmen, sich am Sonntag selbst einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Auch er zeigt sich zufrieden damit, wie das Jahr verlaufen ist. „Es gab erfreulicherweise nur wenig problematische Situationen, die uns beschäftigten,“ so Meyn. In den meisten Fällen seien die Blockaden friedlich verlaufen.
Etwas anderes bewertet Katja Tempel die Begegnungen mit Polizei und Mitarbeitern. „Besonders gegenüber Jugendlichen gab es immer wieder Übergriffe,“ bedauerte Tempel. Diese seien zum Teil von Mitarbeitern bedrängt und bedroht oder von Polizisten mit übertriebenen Tatvorwürfen wie „Freiheitsberaubung“ eingeschüchtert worden. „Insgesamt blieb es allerdings friedlich, zumal die Polizei nicht unser erklärter Gegner ist.“
Um noch mehr Menschen für den zivilen Ungehorsam zu motivieren, hat die Kampagne pünktlich zum Geburtstag ein Handbuch herausgegeben, in dem sich neben Hintergrundinformationen über das Endlagerprojekt Gorleben viele praktische Tipps für geplante Aktionen finden. Auch juristische Hinweise fehlen in dem Handbuch nicht. Eine Dokumentation der vergangenen gorleben365-Aktionen soll folgen.
Am Sonntag beteiligte sich auch das Gorlebener Gebet an der Geburtsblockade. Zu Ehren des einjährigen Bestehens hatte die Sonntagsgemeinde ihr Gebet vor das Tor 1 des Erkundungsbergwerks verlegt, wo Pastorin Leonie Renk ihrer Freude über die vielfältigen Aktionen Ausdruck gab.
Noch bis zum heutigen Montag wollen die Aktivisten die Tore besetzt halten, dann sind 365 Tage „gorleben 365“ tatsächlich erreicht. Danach sollen die Aktionen unter dem Motto „gorleben 365+X“ fortgesetzt werden. „Wir geben dann allerdings nur noch den Rahmen, helfen anderen Aktionsgruppen mit Begleitung und Beratung weiter“, so Katja Tempel. Doch wie lange die Blockaden fortgesetzt werden, steht in den Sternen. „Solange bis Gorleben endgültig vom Tisch ist, gehen die Blockaden weiter,“ ist sich die Gorlebengegnerin sicher.
Am Sonntag jedenfalls feierten rund 100 Atomkraftgegner erst einmal bei strahlendem Sonnenschein ihren Etappen-Erfolg.
(Bericht wendland Net)

» Bilder der Geburtstagsfeier

Presseecho:

Jugendblockade am 11.8.2012

Die Einbeziehung der Jugend in den Widerstand ist eine wichtige, aber auch sehr schwierige Angelegenheit. Dabei ist die Jugend von den Entscheidungen, die heute getroffen werden, am meisten betroffen. Um dieser Erkenntnis Ausdruck zu verleihen und um ihre eigene Meinung offensiv zu vertreten, trafen sich am Samstag, dem 11. August, gegen Mittag, etwa 30 Jugendliche vor dem Schwarzbau, der offiziell als “Erkundungsbergwerk Gorleben” und inoffiziell als “Endlagerbaustelle” bezeichnet wird. Es galt, den Schichtwechsel des Wachpersonals möglichst effektiv zu stören und damit die Arbeiten am Salzstock zu behindern.

Dazu mussten natürlich alle sechs Tore blockiert werden. Die meisten Blockadegruppen konnten sich ungehindert auf ihre Positionen begeben, nur am Tor 5 begegnete mensch einem massiven Polizeiaufgebot.Durch Hilfe von den anderen Toren und einige Korrekturen an der Stellung der Blockade konnte aber auch hier die Aktion gelingen. Nach mehreren Stunden des Wartens wurde dieses Tor schlussendlich geräumt, der Wachschichtwechsel konnte passieren.

Es war mittlerweile später Abend geworden, und nach einer Auswertungsrunde entschied man sich, auch den morgendlichen Schichtwechsel zu blockieren und zu diesem Zweck vor den Toren zu übernachten. Gegen 8 Uhr am morgen räumte die Polizei dann das Tor 6, das zu diesem Zeitpunkt von drei Menschen blockiert wurde. Damit war die Jugendblockade beendet.

Wir als Jugendliche haben es geschafft, unserer Meinung durch unsere Körper Ausdruck zu verleihen und haben diese damit auch als Schutzschild für andere Menschen gebraucht. Auf die nicht wenigen Provokationen der PolizistInnen haben wir besonnen reagiert. Unsere Blockade blieb gewaltfrei. Deshalb ist unsere Aktion sicher als Erfolg zu werten und hat ihren Beitrag zum Kampf gegen die Atomkraft geleistet. Wir fordern von der Politik, Gorleben als möglichen Endlagerstandort auszuschließen und alle Atomkraftwerke abzuschalten. Ansonsten gilt: Wir kommen wieder!

Lausitzer AutorInnenkollektiv

 

Musikalische Blockade am Samstag, 4.August 2012

Zu meinem 66.Geburtstag habe ich meine Gäste dieses Jahr zu einer "Musikalischen Blockade" mit anschließendem Picknick vor das Haupttor nach Gorleben eingeladen.
Der Freundeskreis aus Dahlenburg und Hamburg folgte der Einladung gern, so dass wir uns mit knapp 20 Personen vor dem Haupttor versammelt haben.
Bei strahlendem Sonnenschein spielte die chilenische Gruppe "Resistencia" alte und neue Lieder aus dem Widerstand, berichtete über die jeweilige Entstehungsgeschichte der Texte und stellte einen Bezug zum Widerstand in Gorleben her.
Als einzelne Gäste von ihren Erfahrungen bei den Gorlebendemos - besonders auch zu Castorzeiten - berichteten, verdunkelte sich der Himmel und es regnete kräfitg. Polizei war bei dieser Blockade nicht sichtbar anwesend!
Das Wachpersonal hinter dem Eingangstor hat die Szenerie ausführlich und interessiert gefilmt und hat zu "ihrer Erinnerung" Aufnahmen von jeder einzelnen Person gemacht!!
Zusammenfassend läßt sich über diese musikalische Blockade sagen: Wir kommen zwar aus verschiedenen Kulturen, aber es verbindet uns u.a. ein gemeinsames Ziel: Der Kampf gegen die Endlagerbaustelle in Gorleben und unser über 30 Jahre langes gemeinsames Eintreten für eine atomkraftfreie Zukunft für alle weiteren Generationen.

Bilder der Blockade

92.07.2012 Rebellisches Treffen blockierte Erkundungsbergwerk

Das 3. "Rebellische Treffen", an dem auch Gäste aus Mexiko oder den USA fand am Wochenende mit rund 200 TeilnehmerInnen in Mützingen statt. Am Sonntag zogen über 120 der "Ya Basta"-AktivistInnen nach Gorleben, um alle sechs Tore zum Erkundungsbergwerk zu blockieren. Unter dem Motto "Widerstände vernetzen" hatten sich die AktivistInnen aus vielen Ländern, die sich auf international aktive "Ya Basta"-Initiativen beziehen, während des Camps in Mützingen mit verschiedenen politischen Brennpunkt-Themen beschäftigt. Die Gefängnisindustrie in den USA stand ebenso auf dem Workshop-Programm des Camps wie der Israel-Palästina-Konflikt oder ein "Ausblick auf Europa".

"Wir könnten täglich kotzen über den Zustand der Welt. Wir haben nicht das Rezept, aber wir haben Ideen, die Dinge besser zu machen. Viele sind schon dabei - hinterfragen, untergraben, widerstehen, rebellieren, stolpern, erheben sich, bauen auf, organisieren, experimentieren ..." hieß es in der Einladung zum 3. "rebellischen Treffen" in Mützingen.

Ideen sollten auf dem Camp ausgetauscht, Kontakte geknüpft, Erfahrungen geteilt oder Visionen ausgesponnen werden ... Sonntag Nachmittag wurden die Workshops dann vor die sechs Tore des Erkundungsbergwerks in Gorleben verlegt. So tagte vor Tor fünf zum Beispiel die Arbeitsgrupe "Israel-Palästina" ...

Die Idee, im Rahmen der Kampagne gorleben 365 den Schichtwechsel zu blockieren, funktionierte allerdings nicht wirklich. Kurzerhand hatte die Polizei den Schichtwechsel der Wachmannschaften vorgezogen und das Personal mit Hilfe eines Polizeibusses bereits gegen 16.30 Uhr ausgetauscht. Nichts desto Trotz hielten die AktivistInnen die Tore über Stunden besetzt.

(mehr Infos zum Rebellischen Zusammentreffen auf www.rebellisches.noblogs.org)

von Angelika Blank

Schichtwechselblockade am 27.07.12

Es sollte eine ganz große Nummer werden: Mehrere verschiedene Aktionsgruppen kommen zusammen und bündeln ihre Kräfte, indem sie sich jeweils an einem Tor einer kreativen Aufgabe stellen, um anschließend am nächsten Tor mit einer anderen Gruppe die Schicht zu wechseln - eine ganztägige Schichtwechselblockade halt. Unsere Vision lag bei insgesamt 50 bis 100 Beteiligten. Soweit der Plan.
In der Realität sah das ganze dann aber doch ziemlich anders aus... Statt der erhofften 100 "Arbeiter" kam gerade mal eine Schicht mit fünf Mitarbeitern zum Dienst. Ab und an erhielten wir vereinzelt freundliche Unterstützung von Zeitarbeitern, worüber wir uns sehr freuten. Unsere ursprünglichen Pläne, alle sechs Tore dicht zu machen, mussten wir trotzdem wegen des großen Personalmangels verwerfen. Wir entschlossen uns, mit den uns zur Verfügung stehenden (Transport-)Mitteln die beliebte Zufahrt vor der Y-Gabelung zu Tor 1 und Tor 2 zu blockieren. Wir waren sehr pünktlich um 4.45 Uhr angekommen und die Polizei war auch schon da. Dann ging alles sehr schnell: Zwei Autos auf die Grünstreifen, Anhänger auf, allen Kleinkram auf der Straße verteilen und zum Schluss mit gemeinsamen Kräften das Klavier raushieven. Kaum waren wir fertig, sah man schon die Autoscheinwerfer einer kleinen Kolonne, die just in diesem Moment das Bergwerksgelände verließ und einen Umweg durch die Feldwege nehmen musste. Wir freuten uns, augenscheinlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein!
Unsere erste Begegnung hatten wir mit zwei Polizisten, die überrascht taten und meinten, hier sei ja gar nichts angemeldet gewesen. Naja, sicherlich waren sie wegen des schönen Sonnenaufgangs schon vor uns vor Ort... Bald darauf kam ein Zeitungsausträger zu uns herangefahren. Er war uns wohlgesonnen, nahm den Umweg willig in Kauf und schenkte uns für's Frühstück noch eine druckfrische Zeitung - sehr nett!
Zwei von uns schlafen sich erstmal aus, während ein dritter für frische Brötchen sorgt. Während immer mal wieder vereinzelnd Autos schon weit vor uns wendeten, kann irgendwann ein Mann auf seinem Motorrad rangefahren. Er sagte Moin, stieg ab, sagte nochmal Moin und lief zielgerichtet mit seinem Fotoapparat zum Bergwerk. Wir amüsierten uns über sein Auftreten und rätselten, wer das sei und was er vorhabe. Nachdem er einige Bilder vom Bergwerk geschossen hatte, kehrte er mit schnellem Schritt zu uns zurück, meinte dass er die Bilder bräuchte und das Licht dafür gerade gut stehe. Ein kurzes Tschüß und weg war er.
Auf dem Titelblatt der Zeitung war ein LKW-Stau abgebildet und wir waren gespannt, ob wir nicht auch solche Bilder produzieren könnten! Es wurde ein LKW, der Farben bringen wollte. Der Fahrer war sehr sauer und fragte, ob hier nächsten Freitag, wenn er wiederkäme, wieder so ein Scheiß laufen würde. Unsere Antwort: "Schon möglich." Er kehrte um und fuhr weg - die Feldwege waren ihm anscheinend zu holperig.
Sandra nahm sich am Vormittag das Klavier vor und reparierte es in liebevoller Arbeit mit provisorischen Mitteln - anschließend noch durchstimmen und alle waren glücklich! Dann erst bemerkten wir, dass unsere Aktion in einem Zeitungsartikel groß angekündigt war: "Erstmals sollen an einem Tag alle Tore zum Betriebsgelände zu allen Schichtwechseln blockiert werden..." Wir nahmen es mit viel Humor auf.
Während gegen Mittag eins unser Autos zum Pizza holen unterwegs war, durchbrach ein wütender Mann mit seinem Roller unsere dünner gewordene Blockade. Zum Glück nahm dabei niemand Schaden. Es wurde immer heißer und wir genossen die Sonne, die Klaviermusik und die auffällig präsente.. Stille. Wo blieben eigentlich die Autokolonnen für den Mittagsschichtwechsel? Und warum waren es am Morgen so wenige, die unserer Blockade weichen mussten? Nach einem Kontrollgang an den Zaun dämmerte es uns.. Die Parkplätze waren gähnend leer, die Arbeiter waren also gar nicht erst zur Arbeit gekommen... Wir interpretieren dieses Verhalten als Reaktion auf unsere große Ankündigung. Somit haben wir mit dieser Blockade dafür gesorgt, dass die Arbeiten in Gorleben einen weiteren ganzen Tag ausgesetzt wurden. Das arbeitsfreie Wochenende der Arbeiter um den Freitag zu erweitern wäre doch mal ein gutes Ziel der Kampagne für die kommenden Monate...

Wir danken den Kampagnenleitern, Trainerinnen um dem Unterstützer von gorleben365 für die tolle Betreuung und Unterstützung!
Bis bald wieder in Gorleben!
Tobi

Bilder der Blockade

21.07.2012 Hochzeit Anne und Jochen

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Presseartikel: lesen

14.07.2012 Anti Atom Gruppe Osnabrück

Moin Moin alle Interessierten!
Wir hatten erst Polizeikontakt bei der Räumung: Am Samstag an Tor 5 mit
4-5 Bullys und 2 Streifenwagen. Dadurch waren sie stark genug die 3 Blockiererinnen wegzutragen. Für mich haben sich die beiden stärksten Polizisten bereitgefunden. Aber ganz ruhig und deeskalierend, so wie es sein sollte.
Am Sonntag wurde Tor 2 geräumt, durch zwei Streifenwagenbesatzungen. Martin hat tapfer gesessen, aber Tor 2 ist das größte Schiebetor und lässt sich alleine nicht Blockieren. So konnten die Fahrzeuge einfahren. Bei der Ausfahrt waren Jan und ich noch zur Verstärkung dazugekommen aber es war auch für die Polizei möglich durch korrektes Räumen von Jan eine Fahrbahn frei zu machen.
Aber dennoch haben wir an beiden Tagen eine Räumung erzwungen. Und das war ja auch unser Ziel.
Zwischendurch wurde am Samstag und am Sonntag mit der Polizei ein Smalltalk gehalten. Und ich hatte den Eindruck das sie zumindest Sympathie für unsere Anliegen hatten.

Insgesamt möchte ich sagen es ist alles wirklich gut gelaufen, nicht optimal, aber gut! Dadurch das sich zwei Gruppen (eine völlig unerfahren) koordinieren mussten wurde zum Schluss die Zeit knapp, man hätte halt ½ Std. eher blockieren müssen. Aber durch intuitiv richtiges Verhalten aller, auch der unerfahrenen, ist alles gut gelaufen. Ich kann mich hier nochmals bei alle bedanken. Es macht Mut, wie schon in Gedelitz angesprochen, nochmals so eine oder ähnliche Aktion durchzuführen.


Lieben Gruß
Conny

Bilder der Blockade
Pressemitteilung

09.07.2012 Die Heide ist frei - Gorleben atomfrei - sofort !

Friedensfreunde blockierten 4 Stunden das Salzbergwerk erfolgreich.

Eine Abordnung der Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide lud ein zum zivilen Widerstand gegen den zur Zeit stattfindenden Ausbau des ehemaligen Salzbergwerkes bei Gorleben. 15 Teilnehmer aus der Friedensinitiative Kyritz Ruppiner Heide blockierten eine vielzahl der Torefür ca. 4 Stunden am 09.07.2012 in der Zeit von 10:00 - 14:00 Uhr. Eine aufgebaute feierliche Tafel erinnerte an die vor drei Jahren gelungene endgültige Verhinderung der Neunutzung des ehemaligen Bombenabwurfplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide. Rund 18 Jahre hatten die verschiedensten Gruppen darum gekämpft, dass die Heide frei wird. In vielen bunten kreativen Aktionen, Protestwanderungen und Ostermärschen gelang es. Das Militär musste abziehen !
Die Demokratie und der Wille Vieler hatten die Umkehr bewirkt oder besser erkämpft.

Nun war es Zeit die Initiative der Atomkraftgegener tatkräftig zu unterstützen. So wie in den vielen Jahren auch oft Gruppen aus dem Wendland den FreieHeide Kampf unterstützten, war es ein wichtiges Anliegen, den seit 1977 kämpfenden Menschen zur Seite zu stehen. Von den 6 vorhandenen Zufahrtstoren konnten 5 Tore dicht gemacht werden. Einige Fahrzeuge kehrten um, andere suchten das letzte Nadelöhr, um in das Bergwerk zu gelangen. Mit einem anschließenden Picknick wurde die erfolgreiche Blockade gefeiert. Ein extra dazu hergestellter Pyramidenkuchen erinnerte an die Aktion "Jedes Ziel ist ein Zuhause".In einer abschließenden Runde wurde vielen klar - wir werden wiederkommen. Jede Stimme und jede Aktion zählt. Das Salzbergwerk bei Gorleben und auch das bei Asse dürfen keine Endlager für Atommüll werden und bleiben. Es ist eine Lebenspflicht gegenüber unseren Kindern dafür zu sorgen, dass die Zukunft atomfrei wird.

Atommüllendlagerstätten sind Orte eines nicht kalkulierbaren Risikos der Strahlung. Das wird nur vor Ort richtig bewusst - oder erst dann, wenn es zu spät ist und die Menschen durch Krebs erkranken und sterben. Bleibt ein Aufruf an alle, sich einzumischen und mitzuhelfen am Protest gegen die geplante Endlagerung bei Gorleben. Die nächste Gelegenheit ist der 12./13. August in diesem Jahr. Dann wird das einjährige Aktionsprogramm gorleben365 gefeiert. Weitere Infos unter www.gorleben365.de

Bilder der Blockade

01.07.2012 Wir haben die besseren Karten

Knapp 30 Leute aus der von Atommülllagern gebeutelten Region um Braunschweig, Salzgitter und dem Landkreis Wolfenbüttel trafen sich am frühen Sonntag morgen, um gemeinsam mit einem „Bubensolo“ oder einer „Hochzeit“ die Endlagerbaustelle in Gorleben zu blockieren. Eine Gruppe von Anti-Atom-Aktivisten, die sich Vereinigte Energiebündel (VEB) nennen, hatten zu dieser Busfahrt aufgerufen und Menschen aus der Nähe des genehmigten Endlagers „Schacht Konrad“ und des maroden „Versuchsendlager“ Asse II kamen zusammen, um in Gorleben Doppelkopf zu spielen. Sie wollten die Initiative "gorleben365" unterstützen, die für ein Jahr mit gewaltfreien Aktionen die Endlagerbaustelle in Gorleben blockiert. Stühle, Tische, Verpflegung und einige Transparente wurden in den Bus gepackt und los ging es. Etwa zwei Stunden später standen die Spieltische vor der Endlagerbaustelle und blockierten die Zufahrten Tor 1 und Tor 2. Immer wieder kam es zu packenden Situationen – an den Spieltischen – auf der Straße blieb es vollkommen ruhig. Kein LKW wagte sich durch unsere von Contra und Re aufgeheizte Tischgruppen zu fahren. Durch die immer wieder neu zusammengesetzten Spielrunden kam ein lebhafter Austausch über die Höhen und Tiefen des Doppelkopfspiels und die Lage an den verschiedenen Endlagerstandorten zustande. Durch den Besuch der örtlichen Aktivistinnen und Aktivisten und den sich anschließenden Sonntagsspaziergang um das Endlager unterbrachen einige Mitspieler ihre Solos und beteiligten sich am Rundgang. Am Ende hatten alle ihren Spaß und die Salzgitteraner versprachen, das nächste Doko-Turnier vor „Schacht Konrad“ auszurichten, damit wir auch zu Hause die Blockade von Atommülltransporten üben können.

Fotos der Aktion

Internationales Training für Gewaltfreiheit blockiert Gorleben

Mit 15 Teilnehmer_innen, 3 Trainer_innen und zehn Gästen blockierte das "Internationale Training für Gewaltfreiheit in Krieg und bewaffneten Konflikten" für mehrere Stunden ein Tor am 30.6. (parallel zur Blockade des Bundes für Soziale Verteidigung). Nachdem die Vorbereitungen schon in der KURVE Wustrow mit Schminken, Musik- und Theaterproben begonnen hatten, konnten die Besucher_innen vor dem Tor 5 die Präsentation "Peace: A Women's Gift" über Friedensarbeiterinnen aus aller Welt bewundern. Angereichert mit Theater und Musik wurden Parallelen gewaltfreien Widerstands für Frauenrechte und für Umweltschutz gezogen. Im prallen Sonnenschein waren alle in super Stimmung. Für die Teilnehmer_innen des Trainings war dies nicht der erste Besuch in Gorleben. Zwei Wochen zuvor hatten sie die Blockade von Anti-Atom-Berlin besucht und die Blockierer_innen mit Musik und Tanz aufgeheitert und unterhalten und sich dabei über die Situation des gewaltfreien Widerstands bei gorleben365 informiert. Für viele der Teilnehmer_innen war die Blockade nicht die erste Erfahrung mit gewaltfreier direkter Aktion, wohl aber eine der friedlichsten, da sich weder Polizei noch Wachschutz sehen ließen.

Bilder der Aktion

30.06.2012 Mindener Strahlenmonster in Gorleben


Strahlenmonster aus der Zukunft beteiligten sich an der Blockade des geplanten Atommülllagers in Gorleben. "Wir sind selber Zeugnis des unkontrollierten Strahlenaustritts aus Asse und Gorleben und der darauffolgenden Verseuchung von Weser und Elbe. Heute blockieren wir Gorleben, um zumindest das Schlimmste noch zu verhindern." erklärten die Mutanten den Hintergrund ihrer Aktion.

Viel Spaß mit den Strahlenmonstern hatten auch die ehemaligen Freiwilligen des Bund für Soziale Verteidigung aus Minden, die sich mit ihrem Jahrestreffen an der einjährigen Blockade des geplanten Atommülllagers in Gorleben beteiligten.

Fotos der Aktion
Fotos bei Facebook

16./17. 06.2012 - Das Anti Atom Berlin Sommerfest!

Anti Atom Berlin hat im Rahmen der gorleben365-Kampagne ein Sommerfest mit anschließenden Blockaden des Erkundungsbergwerks in Gorleben (Schwarzbau) organisiert. Am 16.6. und am 17.6. blockierten wir in zwei Aktionen vor dem Wachwechsel alle Zufahrtstore zum Schwarzbau.

Leider konnten wir nicht viel Sonne und Tanz bieten, da uns das Wetter einen Streich spielte. Wir hatten aber trotz des Wetters viel Spaß, nette Gespräche und Austausch und konnten vor Ort Essen und Getränke für unsere AktivistInnen und FreundInnen anbieten.

Natürlich sollte die politische Aktion nicht fehlen und unsere Solidarität mit dem Engagement des wendländischen Anti Atom Widerstandes durch die Blockaden der Zufahrtstore ausgedrückt werden. Wir unterstützen weiterhin die vielen Aktionen und Blockaden die durch UnterstützerInnen der gorleben365 Kampagne noch folgen werden.

Das Endlagerbergwerk in Gorleben steht symbolisch für eine Atomlobby die ihren Atommüll im Interesse ihres Profits auf unsere Kosten durch die Republik von Punkt A zu Punkt B verschiebt und kein Konzept für eine verantwortliche Entsorgung hat. Trotzdem wird Tag für Tag weiterhin Atommüll produziert, gerade am aktuellen Beispiel der Asse zeigen sich die kriminellen Konsequenzen einer Atomlobby, die ihren Atommüll nicht mehr händeln kann, weil er ihnen und damit uns, als giftiger Cocktail entgegen suppt. Wir werden nicht zulassen, das Gorleben als Spielkarte weiterhin im Spiel bleibt.

Gorleben abwenden, Gorleben stilllegen, jetzt und für immer!

  • Einige Aktionsbilder von Kai Horstmann:  Fotoreihe

 

17.-28.05.2012 Wunde.r.punkt

Bereits am Mittwoch (16.05.) wurde fleißig gearbeitet und aufgebaut, damit um elf Uhr am Donnerstag der Wunde.r.punkt in Gorleben eröffnet werden konnte. Im Rahmen der wendländischen Kulturellen Landpartie finden hier derzeit zahlreiche Veranstaltungen und „Blockiert – die Ausstellung zu gorleben365“ statt.

Bilder vom Aufbau

Alles vor den Toren des Endlagerbergwerkes. Die Blockade der Zufahrten ist erwünscht, die Anwesenheit von vielen Menschen notwendig. Kommt auch weiterhin zahlreich. Nehmt euch frei, bildet Fahrgemeinschaften und bleibt möglichst lange vor Ort. Wir sehen uns auf dem Zufahrtsweg. Es gibt vegane Volxküche, sanitäre Anlagen und täglich kurzweilige Aktionen und Blockaden.

Nach einem ruhigen aber gut besuchten Himmelfahrtstag mit Theaterprogramm und einem abendlichen Jazzkonzert stand ein ereignisreicher Freitag bevor. Blockaden aller Schichtwechsel und die überraschende Räumung der Schlafmöglichkeiten am Wunde.r.punkt durch die Polizei. Die bittere Nachricht ändert jedoch nichts am Tagesablauf, das Schnupper-Blockadetraining und die Veranstaltung „Alles geheim – Neuigkeiten aus dem Gorlebener Untersuchungsausschuss“ finden wie geplant statt, während der Rest der anwesenden Menschen mit Hilfe kurzfristig herbeieilender Unterstützer aus der Region bis zum Nachmittag mit der Polizei um den Erhalt des ganzheitlichen Wunde.r.punktes ringt. Aber wir machen weiter mit Infopunkt, Küche, Infrastruktur und schlafen unter dem Sternenzelt.

Mit über 120 Besuchern startet der Samstag mit einem ökumenischen Gottesdienst und anschließender Versammlung des Versöhnungsbundes vor dem Haupttor.  Am Nachmittag jedoch wird von einzelnen PolizistInnen wieder massiv die Tonart verschärft. Manche versuchen mit Schubsen und Einkesseln unsere gewaltfreie Blockade aller Tore zu verhindern. Auch nachts um halb vier ist der Umgang plötzlich wesentlich rauer und ruppiger als in den Nächten zuvor, als wir zu den Toren wollen. Schon lange nicht mehr haben Polizisten derart massiv versucht eine Blockadegruppe von gorleben365 daran zu hindern überhaupt zu den Toren zu gelangen - für den Moment leider erfolgreich. 

Die Veranstaltungen sind dafür ums schöner und kraftvoller. Das Konzert von Xamba und TubaLibre ist gut besucht und auch die Castor Moden Schau macht Laune.

Weiterlesen: 2012-05-21.Wunde.R.Punkte

21.05.2012 Tanznacht am Schacht

Salsa- und TangotänzerInnen blockieren Erkundungsbergwerk

Die wendländischen Tango- und Salsagruppen luden BesucherInnen der Kulturellen Landpartie zur „Tanznacht am Schacht“ ein. 50 Tanzbegeisterte kamen vor die Gorlebener Anlagen. In kurzen Einführungen lernten sie die Grundschritte und Variationen des ProtesTango und WiderstandSalsa. Während die Polizei am Rande versuchte sich die Schrittfolgen abzuschauen, drehten sich vor den Toren nach kurzer Zeit schon die ersten Tanzpaare.

Die Tänzer und Tänzerinnen wollten einen Gegenpol zu der mit NATO-Draht bewehrten Atomanlage setzen und ihre positive LebensEnergie zum Ausdruck zu bringen. Während die Regierung noch weiterhin Millionen an Steuergeldern in Gorleben investiert, um ein Endlager zu errichten, wiesen die Tanzblockaden auf die lebenslustige und kreative Seite der Menschen in dieser Region und ihrer Besucher hin.

Drei Stunden lang blockierten sie damit zwei Tore zum Bergwerk. An weiteren Toren blockierten zeitgleich die AktivistenInnen der Kampagne gorleben365. Dreimal mussten an diesen Toren die Sitzblockierenden von der Polizei weggetragen werden, um den Bergwerksverkehr wieder zu herzustellen. Seit Beginn der Kulturellen Landpartie fanden täglich Veranstaltungen und Blockaden an den Atomanlagen statt. Die Kampagne gorleben365 hatte dort in diesem Jahr einen kulturellen Ausstellungspunkt angemeldet.

12.05.2012 Aktionsbündnis Hildesheimer Atomausstieg

Wir haben am Samstag, den 12.5.12    unseren 246. Geburtstag gefeiert (ja, alle zusammen sind wir schon soooo alt) mit unseren Autos, Tischen, die mit Essen beladen waren, Grill, Stühlen, Kind und Kegel, Strohballen und natürlich dem Hildesheimer HUCKUP,  haben wir tagsüber die Straße zu Tor 1 u 2 blockiert. Wir hatten Spaß und Spiel bei erstaunlich gutem Wetter und viele Gespräche untereinander, zu denen wir sonst kaum Zeit finden. Vielleicht ist der Wald noch immer geschmückt mit den gelben  X X Xen  und Geschenken, die wir rings um uns aufgehängt haben.

Bilder der Aktion

06. & 07. 05. 2012 Steinbildhauerblockade

Mit Millionen Jahren alten Meeresböden gegen Millionen Jahre strahlenden Müll

Am Sonntag, 6. und Montag, 7. Mai 2012 blockierten im Rahmen der gorleben365 Initiative acht Steinbildhauer eine Zufahrt zum Haupttor des illegalen Erkundungsbergwerkes in Gorleben. Der Widerstand bleibt weiter lebendig – der am weitesten angereiste Teilnehmer kam aus der Nähe von Bautzen. Ein gutes Gefühl für die alt eingesessenen Widerständler, von so weit her verstärkt zu werden. Aus Thüster Kalkstein, bei dem es sich um ca. 150 Millionen Jahre alten, zu Stein gewordenen Meeresboden handelt, entstanden individuell gestaltete Anti-Atom Xe. Die Leitung dieses vor den Schwarzbau in Gorleben verlegten Bildhauerkurses lag in den liebevollen Händen der Bildhauerin Doris Gessner aus Köhlen. Steinlieferant Stichweh aus Thüste stellte die Kalksteine kostenlos zur Verfügung, so dass der Reinerlös an X-tausendmal quer und KURVE Wustrow gehen kann.

Warum ein X? Es ist mittlerweile bekannt, dass rund um das Atommülllager deutlich weniger Mädchen geboren werden, da radioaktive Niedrigstrahlung das X-Chromosom potentieller Väter schädigen kann. Vor diesem Hintergrund bekommen die steinernen Anti-Atom Xe des Bildhauerkurses, überhaupt alle Xe des Widerstandes, ein zusätzliches erschreckendes Gewicht.

Text von Anja Sparrer

Bilder der Blockade

05.05.2012 Hochzeit in Gorleben

Pressemitteilung

Presseecho: 

dapd

Welt Online

Radio Zusa

01.- 02.05.2012 8sam in Aktion


8sameaktion.wordpress.com

29.04.2012 Vollmundige Präsenz unter strahlendem Himmel

Unsere Teilnahme an der 'gorleben365'-Aktion "Vollmundige Präsenz unter strahlendem Himmel - ein Protestpicknick" am Sonntag, 29.04.2012 von 12.00 - 16.00 Uhr in Gorleben. Lange hatten wir diese Aktion geplant und uns mit einem Aktionstraining im März auch sehr gut darauf vorbereitet. Am Sonntag, den 29.04.12 um 8.00 Uhr war es schließlich soweit. Mit drei Autos und neun Personen starteten wir von Bülstedt zunächst nach Nartum. Dort wurde ein Auto geparkt und ein anderes hinzugenommen und zu zehnt fuhren wir weiter nach Sittensen. Dort trafen wir uns mit den Bremervördern, die ebenfalls mit drei Autos gekommen waren. Nachdem nochmal ein bisschen hin- und hergetauscht worden war und alle Sachen verstaut waren, starteten wir im Konvoi gen Gorleben. Gelbe 'X'e und 'Atommüll'-Tonnen wiesen uns den Weg durch's Wendland und stimmten uns ein auf den Tag. Um 10.45 Uhr kamen wir in Gorleben an. Dort waren schon einige Menschen vor Ort, unter anderem auch das Team der Kampagne 'gorleben365', die uns den ganzen Tag betreut haben. Später tauchte noch Jürgen Fahrenkrug auf, der mit einer Kollegin von 'x-tausendmal quer' ebenfalls den ganzen Tag im Hintergrund für uns als Ansprechpartner vor Ort blieb. Wir wurden also insgesamt wirklich hervorragend betreut und unterstützt!!!

Weiterlesen: 2012-04-29 Vollmundige Präsenz unter strahlendem Himmel

28.04.2012 Schichtwechselblockade nach der Kulturellen Umzingelung

Pressemitteilung

Presseresonanz

28.04.2012 Lebenslaute

Das Netzwerk Lebenslaute plant für den 3. September 2012 eine große Musikaktion vor der Waffenfirma Heckler & Koch in Oberndorf bei Villingen-Schwenningen. Daher haben wir unsere Blockade als Probe für diese Aktion angelegt. Außerdem hatten wir allerdings auch Lieder und Chorsätze da, die sich auf das Wendland bezogen. Es war die zweite Blockade durch unser Netzwerk, das inzwischen sehr gut im Wendland verankert ist: die erste konnten wir im Oktober machen.

Den Freitagnachmittag nutzten wir zum Proben und zur Besprechung der Aktion. Mit ca. 20 Menschen waren wir etwas weniger als im Herbst, aber wir schafften es trotzdem, alle sechs Tore des Geländes zu besetzen. Es hieß früh aufstehen, denn der Wachwechsel zum Wochenende wird zwischen 8.00 Uhr und 8.30 Uhr erwartet. Also waren wir um 7.00 Uhr schon an Ort und Stelle. In solchen kleinen Gruppen zu 2-3 Personen war es natürlich nicht möglich, die Musik zu üben, die für größere Ensembles gedacht ist; aber Auszüge aus dem Chorsatz zum „Wendland-Lied“ hörte ich, von zwei jungen Frauen gesungen, nachher doch; der Chorsatz hatte sich geradezu zum Ohrwurm entwickelt. Eine Gruppe wurde geräumt, mit Personalienfeststellung und Videoaufnahmen seitens der Polizei, es ging aber alles sehr sanft vonstatten. Gegen Mittag war dann von der Bürgerinitiative eine große Kundgebung am Haupttor angekündigt, gefolgt von einer „kulturellen Umzingelung“, der wir uns anschlossen. Das von uns ausgesuchte Tor war, nachdem wir es am Morgen verlassen hatten, von einem Bulli der Polizei versperrt, die Musikgruppe setzte und stellte sich sehr eng dazu. Großen Anklang fanden alle Lieder und Chorsätze, die sich auf die Atomkraft und das Wendland bezogen. Die doch sehr feine und ziselierte Musik Händels, die auf unserem Programm für den September steht, hatte es da eher schwer, zumal mit der geringen Zahl an Mitwirkenden.

Wir hielten die Blockade bis in den Abend durch, bis der abendliche Wachwechsel vonstatten gegangen war. Ich war auf Bitten der Organisatorin vom frühen Abend ab am Tor 2, vor dem ebenfalls ein Polizeiwagen stand. Die Leute waren sehr dankbar, als wir uns einverstanden erklärten, Platz zu machen, um sie wegfahren zu lassen. Am Tor 6 dagegen gab es ein gewisses Handgemenge, als zwei Teilnehmerinnen versuchten, noch näher ans Tor zu kommen und die Polizei meinte, sie daran hindern zu müssen.

Weiterlesen: 2012-04-28 Lebenslaute

27.04.2012 Autokino

24.04.2012 Gorleben war abgeschlossen

Für mehr als vier Stunden hatten sich AktivistInnen an allen Zufahrtstoren angekettet / Schichtwechsel erst nach Räumung um 20.20 Uhr möglich

Mehr als vier Stunden blockierten 20 AktivistInnen von Contratom und der KURVE Wustrow – Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion alle sechs Zufahrtstoren zum Endlagerbergwerk in Gorleben. Während vom Spitzengespräch in Berlin keine Lösung für das Problem der Endlagerung von Atommüll zu erwarten ist, verhinderten die AktivistInnen die weitere Erkundung in Gorleben - zumindest an diesem Nachmittag.

Einer der angeketteten AktivistInnen berichtet: „Trotz Kälte und Nässe haben wir durchgehalten. Wir haben stundenlang erfolgreich die Erkundungsarbeiten behindert.“

Der tagtägliche Drei-Schicht-Betrieb mit jeweils rund 90 MitarbeiterInnen konnte erst nach der Räumung durch die Polizei um 20.20 Uhr fortgesetzt werden. Die AktivistInnen hatten sich mit einer Pyramide, Ketten und Vorhängeschlössern an den Toren angekettet und so die Zufahrt zum Endlagerbergwerk über Stunden verhindert.

Eine andere Aktivistin begründet ihr Engagement: „Wir BürgerInnen müssen uns selbst für eine Lösung einsetzen. Gespräche in Berliner Hinterzimmern, noch dazu mit einem Maulkorb zu den strittigen Punkten, bringen keinen gesellschaftlichen Konsens zustande.“

Jochen Neumann von der KURVE Wustrow zeigte sich zufrieden mit der Aktion Zivilen Ungehorsams: „Wir haben gezeigt, dass die Menschen aus dem Wendland ihren Widerstand aufrechterhalten. Vertrauen in den Standort Gorleben kann es nach so viel Trickserei und Ignoranz nicht mehr geben. Gorleben muss raus aus dem Topf.“

Die AktivistInnen fordern den sofortigen Atomausstieg und eine ergebnisoffene Endlagersuche ohne den ungeeigneten und politisch verbrannten Standort Gorleben.

Während das heutige Spitzengespräch zum Endlagersuchgesetz von Protesten in Berlin und dem Widerstand in Gorleben begleitet wurde, laufen die Vorbereitungen für eine bundesweite Großdemonstration am 28.04.2012 in Gorleben.

Diese Aktion sowie zahlreiche weitere gewaltfreie und kreative Blockaden des Endlagerbergwerks am kommenden Wochenende finden im Rahmen der Kampagne gorleben365 statt. 

Bilder der Blockade

Presseecho:

NDR

redglobe

Hamburger Abendblatt

rtn

Der Westen

21.04.2012 Atommüll wegstriXen

Bilder der Blockade

Ein großer Förderturm ragt in den wolkenverhangenen Himmel. Darum Mauern mit Natodraht und Zäune. Zwei Wachleute schauen herüber zur Einfahrt. Jetzt kommt die Sonne durch. Ein riesiges gelbes X leuchtet auf der Zufahrtstraße. Ein Banner „Atommüll Wegstrixen – AntiAtomBonn“ hängt an einer massiven Toreinfahrt. „Heute kommt hier keiner durch“, sagt Karin, die es sich auf einem Strohsack bequem gemacht hat und strickt.

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13.04.2012 Heider Mahnwache

Gorleben/Heide – Mitglieder der Heider Mahnwachengruppe haben am vergangenen Freitag, 13. April im Rahmen von „gorleben365“ die Hauptzufahrt und zwei weitere Tore des sogenannten Erkundungsbergwerkes in Gorleben blockiert. Gegen 11 Uhr wurde zeitgleich an mehreren Stellen pünktlich zum bevorstehenden Schichtwechsel die Zufahrt zum Werksgelände mit mehreren Fahrzeugen, einer Mauer aus Schuhkartons sowie fast mannshohen „Xen“ aus Holz versperrt. Ankommende Werksmitarbeiter und Zulieferer zeigten sich sichtlich überrascht, da die Aktion im Vorfeld nicht angekündigt worden war.
Die auf diese Weise aufgehaltenen Fahrzeuge mussten größere Umwege in Kauf nehmen, um auf das Werksgelände zu gelangen. Ein Zulieferer verabschiedete sich unverrichteter Dinge und äußerte, es am nächsten Freitag nochmals zu versuchen, andere wurden umgeleitet und erreichten über Waldwege mit deutlicher Verzögerung ihr Ziel.

Rauer Umgang
Bei trockenem, aber kühlem Wetter harrten die Demonstranten mehrere Stunden friedlich vor den Werkstoren aus. Allerdings sahen sich die BlockiererInnen mit verbalen Attacken und Handgreiflichkeiten durch Werksangehörige konfrontiert. So wurden z. B. mehreren Teilnehmern die mitgebrachten „Xe“ (Zeichen des Widerstandes gegen Atomkraft im Allgemeinen und Gorleben im Besonderen) von Werksschützern gewaltsam entrissen, eine Teilnehmerin kam dabei sogar zu Fall. Insgesamt traten die Werksangehörigen sehr aggressiv auf und drohten einer Teilnehmerin an, sie mit ihrem Auto „umzunageln“, falls sie nicht sofort aus dem Weg gehe.

Erkundungsstopp ist nicht genug
Der Protest richtet sich gegen den Ausbau des sogenannten Erkundungsbergwerkes zum atomaren Endlager, da dies nachgewiesenermaßen für die Einlagerung radioaktiver Abfälle völlig ungeeignet ist. Zwar hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) verlauten lassen, die Erkundung aussetzen zu wollen, Taten sind dieser Aussage bisher jedoch nicht gefolgt. Es liegt der Verdacht nahe, dass es sich hier um den Versuch handelt, weiteren Protesten wie z. B. der für den 28. April angekündigten Großdemonstration den „Wind aus den Segeln“ zu nehmen. Außerdem muss die Ankündigung Röttgens sicherlich auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Wahlen gesehen werden. Auch erfüllt eine bloße Aussetzung der Erkundungsarbeiten nicht die Erfordernisse einer ergebnisoffenen Endlagersuche „auf weißer Deutschlandkarte“, für die eine gänzliche Aufgabe des Standortes Gorleben zwingend notwendig ist.

Kreativität gefragt
"gorleben365“ läuft mindestens noch bis zum 13. August 2012. Seit Beginn der Aktion am 14.08.2011 gab es bereits viele kreative Umsetzungen, wie z. B. eine Chorprobe auf der Zufahrt zum Werksgelände, ein Autokino oder auch eine Geburtstagsparty. Für den 5. Mai wird sogar zu einer Hochzeit vor das Tor der Baustelle geladen. Originelle und kreative Ideen sind auch weiterhin gefragt und Gruppen herzlich eingeladen, nach Gorleben zu kommen (weitere Infos unter www.gorleben365.de).

Nächster Infotermin
Der nächste Infotermin der Heider Mahnwachengruppe findet am 12. Mai, 10.00 – 12.30 Uhr in der Süderstraße / Ecke Wulf-Isebrand-Platz statt.

Bilder der Blockade

19.04.2012 GuerillaGardening

Presseecho:

Greenpeace Magazin

12.04.2012 Chorprobe statt Probebohrung


Presseerklärung
Gorleben, 12.4.2012

Von 11 bis 15 Uhr blockierte der Projektchor "Andere Saiten" heute die Zufahrt zum Haupttor des "Erkundungsbergwerks" für ein atomares Endlager in Gorleben. Mit einer öffentlichen Chorprobe demonstrierten die Sängerinnen und Sänger gegen die noch immer verfehlte Atompolitik der deutschen Bundesregierung. An der völlig ungelösten Endlagerfrage zeigt sich deutlich, wie unverantwortlich es ist, weiterhin große Mengen von jahrtausendelang strahlendem Müll zu produzieren. Gleichzeitig werden Atomkraftwerke weltweit mit Brennstoffen aus deutschen Anlagen versorgt. Und  gleichzeitig erteilt die Bundesregierung "Hermes"-Bürgschaften für AKW-Neubauten in aller Welt. Die "Anderen Saiten" fordern deshalb: Sofortiger Atomausstieg weltweit! Dabei soll Deutschland mit einer glaubwürdigen Ausstiegs-Politik vorangehen.
An der heutigen Aktion, die unter dem Motto "Chorprobe statt Probebohrung" stand, nahmen neben den Mitgliedern der "Anderen Saiten" auch zahlreiche WendländerInnen teil. Gemeinsam wurden Chorsätze mit Titeln wie "Der faule Kompromiss" oder "Nutzt endlich eure Macht" einstudiert. Die gute Stimmung wurde nur kurzzeitig durch einen Verkehrsrowdie unterbrochen, der sich mit seinem PKW gewaltsam einen Weg an der Blockade vorbei bahnte und dabei Eigentum der ChorsängerInnen beschädigte.
Die "Anderen Saiten" werden morgen in der evangelischen Kirche in Hitzacker eine politische Andacht musikalisch gestalten. Schon die heutige Aktion hat gezeigt, dass das Ziel, den wendländischen Widerstand gegen die Atomenergie im Allgemeinen und gegen das Endlager Gorleben im Besonderen solidarisch zu unterstützen, erreicht werden konnte.

- Ende der Presseerklärung -

Auf Wunsch kann gerne weiteres Bildmaterial zur Verfügung gestellt werden. Anfragen hierzu bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bilder der Blockade

Presseecho:

Radio ZuSa:

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der Westen

Hintergrund

T-online

graswurzelrevolution

 

07.04.2012 Gorleben – Bure: Brüderlich zusammen kämpfen

Vom 4. bis zum 9. April 2012 ist eine Gruppe von etwa 30 Menschen aus vielen Orten in Frankreich ins Wendland gefahren, solidarisch mit denjenigen, die gegen das Endlagerprojekt Gorleben kämpfen. In der Gruppe waren verschiedene Mitglieder des Anti-Atom-Netzwerk „Sortir du nucléaire“(Eine Föderation, die jetzt mehr als 900 Gruppen versammelt) und Einwohner des „Haus des Widerstands gegen das Atommülllager Bure“

Gibt es denn überhaupt Franzosen, die gegen Atomkraft sind? Ja klar, auch wenn das Klischee der atombefürwortenden Franzosen ein großer Erfolg der Atompropaganda ist. Eigentlich will die Mehrheit der Franzosen dieser tödlichen Energie Adé sagen. Aber wegen der engen Beziehung zwischen den Politikern und der Atomindustrie ist bei uns der Widerstand sehr schwierig.

In Frankreich haben wir ein ähnliches Projekt wie Gorleben: in Bure (Lothringen) wird gerade ein unterirdisches Endlager aufgegraben.

Dort wie hier wird uns dasselbe Wunder versprochen: Anlagen, die für die Arbeiter, die AnliegerInnen und die Umwelt sicher sind; Schutz der kommenden Generationen; neue Arbeitsplätze; einen neuen Aufschwung für die Region...

Hier und dort fließt das Geld, so dass wir die bittere Pille schlucken.

In Bure wie in Gorleben werden die Gegner von der Polizei überwacht und registriert.

In Bure wie in Gorleben wurde der Standort nicht wegen bestimmten geologischen Eigenschaften gewählt, sondern aus politischen und wirtschaftlichen Gründen.

Der Widerstand gegen Atommüllendlagerung, und gegen die Atomindustrie überhaupt, macht erst Sinn, wenn er eine internationale Dimension hat. Atommüll soll weder hier noch dort vergraben werden! Wir wollen solidarisch sein mit allen, die täglich die atomare Beschädigung erleiden. Atomkraftwerke, Uranbergbau, unterirdische und oberflächliche Endlager, Atomwaffenanlage und Wiederaufarbeitungsanlage kolonisieren schon viel zu lange unseren Planeten und bedrohen uns, egal wo wir auf dieser Erde stehen.

Deshalb haben wir am 7. April zweimal die 6 Tore des „Erkundungsbergwerks“ blockiert, im Rahmen der Kampagne „gorleben365“. Zwischen den Blockaden haben uns Einwohner des Wendlands ein Transparent geschenkt, als Symbol der deutsch-französischen Solidarität im Widerstand gegen Atomkraft. Dieses Geschenk und die Begegnungen mit den Menschen aus dem Wendland haben uns herzlich gefreut. Je mehr wir uns treffen werden, desto besser werden wird gegen Atomkraft handeln!

Aus diesen Austauschen entstehen schon Ideen, Projekte, Hoffnungen. Über die Geschichte des Endlagerprojekts und des Widerstands im Wendland zu erfahren, hilft uns jetzt, über Bure und seine Zukunft neu nachzudenken. Jetzt sollen wir uns von dieser Geschichte inspirieren lassen, um in unserer Region eine starke, radikale und fantasievolle Opposition zu bilden. Aus unseren vielen Ideen und Plänen, die nach der Reise und den Aktionen in Gorleben entstanden sind, wollen wir nur eine nennen: so bald wie möglich wieder ins Wendland fahren!

Viel mehr könnt ihr über burezoneblog@overblog erfahren !

Presseerklärung

Bilder der Blockaden

31.03.2012 Monochord Meditation

Thomas und Volkmar von der Mahnwache Gundremmingen

Motiv für unsere Aktion war, eine im buddhistischen Sinn heilende
Energie nach Gorleben zu bringen.
Buddhisten ist bewusst, dass alles, was wir denken und tun, eine Wirkung
hat. So haben wir zu unterschiedlichen Texte, die Thomas und mir wichtig waren,
miteinander gesessen und meditiert - immer in dem Bewusstsein, dass jeder in
uns entstehende Gedanke, jedes Gefühl eine Wirkung haben wird.
Deshalb war es uns wichtig, auf der Grundlage von Liebe und Mitgefühl für alle
Lebewesen dort zu sein und unseren inneren Frieden mit Gorleben zu teilen
und an Gorleben weiterzugeben. Denn nur, wenn wir auf dieser Welt
Liebe und Mitgefühl für alle Lebewesen entwickeln - auch für unsere vermeintlichen
Feinde, wird es gelingen, unsere Erde für die kommenden Generationen lebenswert
zu erhalten.
Gern hätten wir auch die mitgebrachten Instrumente viel mehr benutzt um miteinander
zu tönen und Mantras zu singen. Leider machte das Wetter nicht so mit, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Mögen alle Wesen glücklich sein.

Volkmar

Bilder der Blockade

29.03.2012 40 Jahre Wendland

„gorleben365“ und „40 Jahre Wendland“, das passt gut zusammen! Denn genau vor 40 Jahren, am 29./30. März 1972, und auch bei Schneeregen und kaltem Wind, wurde am Höhbeck unser erstes Häuschen – damals ein Ferienhaus – am Höhbeck aufgebaut.

Fast 60 wetterfeste Freunde und erfahrene „Protestanten“, die wir in 40 Jahren Wendland kennen gelernt haben, sind unserer Einladung gefolgt, um dieses Jubiläum mit uns auf der Strasse vor dem sogenannten Erkundungsbergberk zu feiern.

Viele Tage lang war Frühlingswetter pur gewesen – aber am Donnerstag, den 29. März Wind, Nieselregen, kalt! Da war kein Brunchbuffet auf der Strasse möglich! Doch erfahrene Demonstranten sind erfindungsreich: Wir bauten alle selbstgebackenen Köstlichkeiten – Quiches und Kuchen -, dazu die Getränke in der Salinas-Schutzhütte auf. So konnten wir beim Essen sogar gemütlich und windgeschützt auf Strohballen sitzen.

Pünktlich um 12 Uhr, zum Schichtwechsel im Schacht, wurden die bereitgestellten Tische und Bänke auf die Strasse gerückt, die Festgesellschaft nahm Platz und blockierte so für rund 2 Stunden die beiden Haupttore zum Bergwerk.

Der Chor „Tonicum“ vom Höhbeck unterhielt die Versammelten mit einer Chorprobe und jahrhunderte alten Protestliedern nach dem Motto:

„Niemals aufgeben!“

Wir hatten alle den Eindruck, es war ein gelungenes Beisammensein und ein guter Ausdruck unseres friedlichen Protests, der im Wendland immer  vielfältig, bunt und phantasievoll ist – und sich von keinem Wetter abschrecken lässt!

Wir danken allen, die gekommen sind!

Helmuth und Anne Peters

25.03.2012 Frühlingserwachen

Unter dem Motto „Frühlingserwachen“ fanden sich am Sonntag, den 25.03.2012 rund 150 regionale Atomkraftgegner vor den Toren des Erkundungsbergwerkes in Gorleben ein.

Eingeladen hatte die Castorgruppe Trebel, die, eingebunden in die Aktion gorleben365 diese Blockadeaktion organisierte.

Gegen 11:00 Uhr fuhren einige Landmaschinen vor das Haupttor des „Schwarzbaues“ vor und blockierten die Zufahrt.

Dann ging alles sehr schnell: Tische und Stühle wurden aufgestellt, Kaffee, Kuchen und Suppe wurden ausgepackt, so dass sich an diesem eigentlich unheimlichen Ort schnell eine gemütliche Atmosphäre verbreitete, die sogar die zum Schutze der Staatsmacht herbeigeholten Ordnungshüter friedlich stimmten, jedenfalls hat auch ihnen der Kuchen sichtlich geschmeckt.....

Die Trommelgruppe XAMBA unterstützte mit den bekannten Rhythmen den natürlich auch an diesem Tage stattfindenden Sonntagsspaziergang.

An kleinen Ständen konnte man über Möglichkeiten des Stromwechsels informieren zusätzlich wurden Flyer zur Atomproblematik ausgelegt.

Eine besonders originelle Idee hatten einige Mitglieder der Trebler Castorgruppe: Sie stellten Frühlingspflanzen bereit, die gemeinsam eingepflanzt wurden, um das Bergwerk symbolisch „zuzupflanzen“.

24.03.2012 Jugendblockade

Blockadebericht der Jugendblockade am 24.3.2012
Wir kamen um 15.45 Uhr in der strahlenden Märzsonne beim Salinasgelände an. Dort waren wir die ersten, noch nicht mal die Polizei war da. Diese kam genauso wie die ersten Jugendlichen ein paar Minuten später. Bei facebook hatten 149 Leute zugesagt, uns war klar, dass es nicht so viele werden würden, aber wir konnten überhaupt nicht einschätzen, wie viele es tatsächlich werden. Deshalb waren wir mit jedem Auto was ankam und 4-9 total motivierte Jugendliche absetzte, erleichterter. Auch aus dem Camp in Gedelitz kamen noch einige Jugendliche und als wir schließlich um 16.00 Uhr mit der Aktionsvorbereitung anfingen, waren wir 30 Leute.
Dass die Jugendlichen aus der ganzen Republik (von Eckernförde bis nach Bayern) kamen stellte sich bei der Begrüßungsrunde heraus. Wir saßen im Schatten der großen Kiefern und besprachen unsere Aktion.

Bilder der Blockade

Weiterlesen: 2012-03-24Jugendblockade

23.03.2012 Autokino

Autokinopremiere im Wald von Gorleben

Am Freitag versammelten sich rund 30 Atomkraftgegner vor dem Bergwerk in Gorleben, um gemeinsam Kino zu schauen. Das Szenario hatte etwas Magisches. Gegen 20 Uhr flimmerten die ersten Bilder über die große Leinwand zwischen den Bäumen, unweit der Atomanlagen in Gorleben. Gezeigt wurde „Yellow Cake“, ein Film über den Uranabbau. Trotz dieses ernsten Themas war die Stimmung gut und die Menschen machten es sich mit Popcorn und Getränken in ihren Autos gemütlich. Diese standen auf der Straße vor dem Haupttor zum Salzstock und blockierten damit die Zufahrt. Die Veranstaltung war die Premiere einer 6-teiligen Filmreihe über Uranabbau, die aus der Zusammenarbeit zwischen der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, der Kinogruppe Platenlaase und der KURVE Wustrow entstanden ist. Unter dem Titel „Vom Anfang zum Ende“ soll aufgezeigt, dass die Probleme der Atomkraft schon mit der Gewinnung des Rohstoffes Uran beginnen.

Fotos der Aktion

09.03.2012 Poetry Slam

Wir vom PoetrySlamKomitee trafen uns schon ab 18 Uhr vor den beiden vorderen Toren, machten Kerzen an, stimmten die Instrumente, bestückten die Feuerstelle auf Rädern, stärkten uns mit Tee und sprachen mit der Polizei. Bis heute warten wir auf poetische Beiträge von seiten der Beamten. Es wurde dunkel und immer mehr Menschen kamen dazu. Doro spielte Akkordeon....
Um 19 Uhr sammelten sich 40-50 Menschen vor dem ersten Tor (Tor eins? (sechs), jedenfalls mit Uhrzeigersinn gelaufen)   und wir begannen mit den Reisegedichten + - prosa: Tao, Tanna, Marion und Alexander trugen vor und es wurden die ersten Buchhonorare verteilt. Mit zwei (Feuer & Holz-) Bollerwagen , dem ambulanten Waffelofen und dem Poetrykoffer zogen wir weiter, Doros Musik als Wegbegleitung.
Beim zweiten Tor gab es Liebesgedichte von Antje, Melani, Tanna, Georg und Liebeslieder von Furry und Mascha, wobei zum ersten Mal das orangefarbene Licht des Bergwerks zu einem gemeinnützigen Einsatz kam: Die Texte ließen  sich dadurch besser als bei Kerzenlicht ablesen. (sonst habe ich die immer mit Groll aus der Ferne wahrgenommen, nachdem  es klar war, dass es nicht der letzte Schein des Abendrots sein konnte... ach nee, das ist ja das gut ausgeleuchtete Atommüllterrain....).

Bilder der Blockade

Weiterlesen: 2012-03-09PoetrySlam

18.2.2012 Fahrrad-Ralley-Blockade

Unsere Gruppe war fast zwei Stunden vor Beginn der Aktion vor Ort, um mit Bannern, Absperrbändern und Strohballen einen Wettbewerbsfähigen und bunten Platz zu schaffen und die Zufahrtsstraße zum Bergwerk schon einmal dicht zu machen.

Gegen 11.30 Uhr kamen die ersten Teilnehmer der Blockade-Ralley mit ihren Autos an, eine Teilnehmerin hatte den weiten Weg sogar mit dem Fahrrad zurückgelegt. Allerdings war ihr die Teilnahme am Wettbewerb dabei nicht so wichtig gewesen, sie packte ein selbstgebasteltetes Kostüm aus und präsentierte sich uns als „Geld-Hai“. An ihrem Fahrrad prangte eine Karte von Afrika mit eingezeichneten Uran-Abbau-Gebieten.

Es kamen zu unserer Freude viele Menschen, die aufgrund der verteilten Flyer im Landkreis auf die Aktion aufmerksam geworden waren. Hatte es sich also gelohnt, auf diesem direkten Weg die Öffentlichkeit zu suchen.

Fotos der Aktion

Weiterlesen: 2012-02-18Fahrradralley

28. Januar 2012 Geburtstagsblockade

Samstagmittag, 13.00 Uhr, es ist kalt, aber der Himmel ist klar. Eine Gruppe von ca. 30 Menschen – verteilt über vier Generationen – haben sich vor den Toren des Erkundungsbergwerkes zusammen gefunden, um zwei Geburtstage zu feiern. Am Freitag zuvor sind wir mit mehreren Autos aus Oldenburg angereist. Abends sind wir dann noch einmal die geplante Blockade mit all ihren politischen und gesellschaftlichen Hintergründen durchgegangen. Herzlichen Dank an dieser Stelle noch mal, dass wir von gorleben365 unterstützt wurden. Am Samstagvormittag wurden sämtliche Gegenstände eingepackt: Von Anziehsachen, über Kochen, Kocher, Suppe, Spiele, Transparente, Kinderwagen, Geburtstagsverkleidung und noch viel mehr Essen und Kleidung. Der Vorteil war, dass wir vor Ort durch die Autos sehr viel Platz hatten. Am Erkundungsbergwerk angekommen, wurde erst einmal eine lange Tafel aufgebaut. Wir haben uns für die Straße entschieden, direkt dort wo sich die Straße gabelt vor den Toren. Die mitgebrachten Biertische und Bänke wurden bunt geschmückt mit Girlanden, Luftschlangen, Anti-Atom-Sonnen, Transparenten, Kerzen und vielem mehr. Und schon konnte auch die erste Mahlzeit beginnen. Es gab eine extrem leckere Suppe, die einen vor allem wunderbar von innen her wärmte. Prompt hatten wir uns es gerade gemütlich gemacht – unter anderem auch mit Strohballen – kamen auch schon die ersten Polizisten. Nach einer sehr kurzen – doch sehr einseitigen – Unterhaltung zogen sie sich auch wieder zurück auf ihre Posten. Ihre Hauptfrage war, wer denn hier der Veranstalter sei und wer Geburtstag habe. Wir alle antworteten, da wir doch alle einmal im Jahr Geburtstag haben, können wir das auch nicht so genau sagen. Dieses war unsere einzige Begegnung mit der Polizei. Ach so, mitfeiern wollten sie dann nicht mit uns, obwohl wir sie sehr herzlich eingeladen hatten.

Wir verbrachten einen sehr bunten, bewegungsreichen und musikalischen Nachmittag. Wir hatten ausreichend Essen mit, so dass wir auch noch mehr Gäste hätten statt bekommen können. Wir wünschen der Aktion gorleben365 noch weiterhin gutes Sitzfleisch und wollen alle ermutigen, auch eine Blockade zu gestalten. Es hat riesigen Spaß gemacht!

Herzliche Grüße aus Oldenburg

Bilder der Blockade

09.02.2012 gorleben365 in Berlin

gorleben365 beteiligt sich an Campact Aktion

Passanten und Touristen staunten nicht schlecht: Direkt vor dem Brandenburger Tor in Berlin entstand am 9. Februar 2012 ein großes gelbes X. Rund 150 Menschen formten das Symbol des Widerstands gegen ein Atommüll-Endlager in Gorleben. Anschließend zogen sie mit dutzenden Atommüllfässern vor das Umweltministerium - dort tagten die Bundesländer und Umweltminister Röttgen, um über die Endlagersuche zu beraten.

27.01.2012 Gorleben raus aus dem Topf

Blockade legt Endlagerbaustelle lahm

Zwei DemonstrantInnen haben sich heute Mittag an den Toren des Endlagerbergwerks angekettet. Mit mehr als 100 Mitgliedern der Aktionsgruppen widersetzen, contrAtom, X-tausendmal quer und der KURVE Wustrow war es heute um 12 Uhr zum Schichtwechsel von ca. 100 Angestellten gelungen, die Zufahrten zu blockieren. Nach zwei Stunden beendeten die AktivistInnen ihre Blockade. "Wir fordern von den Ministern auf dem nächsten Bund-Länder-Gespräch, Gorleben als Endlager endgültig aufzugeben und aus dem Topf der möglichen Standorte herauszunehmen“, erläutert Katja Tempel, Sprecherin von X-tausendmal quer, warum die Aktion heute notwendig war. "Wir, zahlreiche Gruppen, Bewohnerinnen und Freunde des Wendlands, setzen den Bau- und Erkundungsstopp jetzt um. Wir blockieren gemeinsam und gewaltfrei den Baustellenbetrieb am Endlagerbergwerk“, fügt contrAtom Sprecher Jan Becker hinzu. Zum Hintergrund der Aktion erklärte Hauke Nissen von widersetzen: „Nach den ersten beiden Bund-Länder-Gesprächen zur Endlagerfrage wurde von "weißer Landkarte“ und angeblichem „Baustopp“ gesprochen. Aber Gorleben ist immer noch im Topf. Wir Wendländer und Wendländerinnen lassen uns nicht täuschen! Ein Neustart in der Endlagersuche ist nur ohne Gorlebenglaubwürdig und ergebnisoffen. “Trotz Schnee und Kälte setzte der wendländische Widerstand ein deutliches Zeichen gegen die Weitererkundung von Gorleben“, beschreibt Jochen Neumannvon der KURVE Wustrow die Atmosphäre vor Ort. Die heutige Protestveranstaltung wurde von wendländischen Gruppen gemeinsam vorbereitet und fand im Rahmen der Kampagne gorleben365 statt. In der aktuellen politischen Situation versucht Umweltminister Norbert Röttgen zwar den Anschein zu vermitteln, es gehe nun um eine „offene Endlagersuche“ gleichzeitig soll aber Gorleben mit im Topf bleiben. Der von ihm verkündete Baustopp in Gorleben ist eine Farce. Mit einer Blockade des Schichtwechsels sollte deutlich werden, dass von einem Baustopp keine Rede sein kann, sondern der Ausbau des Gorlebener Salzstocks zum Endlager weiter vorangetrieben wird.

Fotos  der Aktion

Presseecho:

T-online

Neues Deutschland

Indymedia

Graswurzel TV

17.12.2011 Claras Geburtstag

Blockadebericht der Geburtstagsblockade am 17.12.2011

Nachdem am Freitagabend schon ein paar meiner Geburtstagsgäste gekommen waren, kamen die meisten am Samstagmittag. Als alle da waren, begannen wir dicht zusammengedrängt in unserem Wohnzimmer mit der Aktionsvorbereitung. Da die meisten meiner Freunde schon sehr viel Erfahrung haben, konnten wir gemeinsam unsere Aktion besprechen und unsere Erfahrungen austauschen.
Nachdem wir fertig waren, haben wir uns gefühlte 100 Schichten Klamotten angezogen und noch kurz etwas gegessen. Dann stand schon der Bus vor der Tür in den wir, bepackt mit Isomatten und Süßigkeiten einsteigen konnten. Wir fuhren durch das abendliche Wendland und es hatte ein bisschen Klassenfahrtscharakter: 30 aufgeregte Jugendliche in einem Bus, die wissen, dass etwas Großes vor ihnen liegt.

Weiterlesen: 17.12.2011 Claras Geburtstag

16.12.2011 AAA Magdeburg

Bericht über die Geburtstagsfeier des Aktionsbündnisses AntiAtom Magdeburg auf der Zufahrt zum Endlager Gorleben im Rahmen der Aktion gorleben365 vom 16. bis 18. Dezember 2011

Am Wochenende vom 16. bis 18. Dezember 2011 wurde das Aktionsbündnis AntiAtom Magdeburg ein Jahr alt. Wir sind eine lose Gruppe aus Menschen, die seit einem Jahr gemeinsam Aktionen organisiert und durchführt, um gegen Atomkraft und die damit zusammenhängende Atommüllproblematik zu protestieren. Dazu gehören u.a. Proteste gegen die Castortransporte, spektakuläre Kletteraktionen, Flashmobs, Verzierungen der Magdeburger Innenstadt, Ausstellungen zum Atommülllager Morsleben und natürlich auch Demos und Mahnwachen. Tatsächlich waren wir z.B. die ersten, die in Magdeburg eine Mahnwache kurz nach der Katastrophe in Fukushima organisiert hatten. Obwohl wir ein recht bunt zusammen gewürfelter Haufen Menschen sind, die unterschiedliche Hintergründe, Alter und Berufe haben und obwohl viele von uns sich erst seit der Gründung des Bündnisses kennen, haben wir all diese Aktionen erfolgreich gemeinsam organisiert und durchgeführt. Als wir von der Aktion gorleben365 hörten, war für uns klar: Da machen wir mit! Und so kam es, dass wir uns am besagten Wochenende in Gorleben einfanden: Was hätte für uns schöner sein können, als mit unserer Geburtstagsfeier gegen die Atommüll-Einlagerung in Gorleben zu protestieren?! Insgesamt waren 13 Leute von uns vor Ort. Ein Teil war bereits am Freitagabend angereist und blockierte trotz starken Schneefalls den Schichtwechsel für ca. eine halbe Stunde. Die erste Schneeblockade von gorleben365. Die Übrigen von uns trafen am Samstag ein. Schwerpunktthema der Geburtstagsfeier war natürlich Weihnachten. Wir bauten auf der PKW-Zufahrt einen Weihnachtsmarkt mit Pavillons und Bierzeltgarnituren auf, es gab viele selbstgebackene Kekse und Kuchen, außerdem heiße vegane Bohnensuppe. Mit Grills und Feuertonnen wurde Glühwein und Kinderpunsch bereitet. Das unbestrittene Highlight des Wochenendes war unser Theaterstück – wir hatten die Weihnachtsgeschichte umgeschrieben und mehrmals vor dem Wochenende geprobt. Das Stück wurde an dem Tag fünfmal aufgeführt und begeisterte die Zuschauer. Filmaufnahmen einer dieser Aufführung findet man unter dem Suchbegriff „Eine moderne Weihnachtsgeschichte - Aktionsbündnis Anti Atom Magdeburg/ Gorleben365“ auf www.youtube.de. Abends bekamen wir dann Zuwachs: Eine andere Gruppe junger Menschen hatte sich auch für den Samstagabend angemeldet, um ebenfalls einen Geburtstag zu feiern. Mithilfe all der Menschen konnte der Schichtwechsel des Wachpersonals ein zweites Mal blockiert werden. Tatsächlich verhielt es sich sogar so, dass anscheinend der Wechsel geplant um eine Stunde nach hinten verlegt wurde, denn bis um neun Uhr abends tat sich nichts. Erst dann wurde die Blockade bei den Toren 3 und 4 relativ zügig und friedlich von der Polizei aufgelöst. Zum Kontakt mit der Polizei lässt sich nichts Negatives sagen. Sie war natürlich vor Ort und haben sich zu Beginn vergewissert, dass die Feuerquellen keine Gefahr darstellten. Das Verhalten der Polizisten war insgesamt friedlich und zurückhaltend. Zwei Polizisten sind sogar unserer Einladung gefolgt und haben sich das Theaterstück angesehen. Um ca. 22.30 Uhr haben wir die Stände abgebaut und den Abend gemeinsam in unserem Quartier – einem Gasthof in der Nähe – ausklingen lassen. Abreise war dann am Sonntagvormittag nach einem gemeinsamen Frühstück. Einziger Wermutstropfen: Es waren relativ wenige Gäste da, obwohl wir breitflächig informiert hatten, über Facebook, Emails, Kleinanzeigen und Pressemeldungen. Dennoch empfanden wir es als ein gutes und erfolgreiches Wochenende, das wir gerne in Erinnerung behalten und auch noch einmal als Gäste zu einer Aktion von gorleben365 kommen werden – dann jedoch vielleicht im Sommer!

Bilder der Blockade

 Video

12.11.2011 Geburtstagsblockade Heide

„Geburtstagsfeier als Demo “


Den 68. Geburtstag feiert man in der Regel zu Hause mit Familie und Freunden bei Kaffee und Kuchen. Nicht so Heide Hoefmann-Rosenberger. Die Gesamtschulrektorin im Ruhestand saß an ihrem Ehrentag, dem 12. November, mit ihrem Mann und zwölf Freundinnen und Freunden vor dem Tor des Erkundungsbergwerks im niedersächsischen Gorleben, um gegen das dort geplante Atommüllendlager und gegen die nach Meinung der Gruppe überholte und gefährliche Atomtechnologie zu demonstrieren. „ Kaffee und Kuchen gab es aber auch “, so die Lehrerin, die sich seit den Tagen der Studentenbewegung 1968 in Gewerkschaft, Friedensbewegung und zu vielen anderen Themen politisch engagiert hat. (1974 organisierte sie mit ihrer gewaltfreien Aktionsgruppe Blockaden vor der Raketenstation in Neuss-Kapellen, die bekanntlich heute ein Museum und Ateliers beherbergt.)

Jetzt beteiligte sich die Gruppe aus Düsseldorf an der Aktion „gorleben365“, die von Bürgerinitiativen aus dem Wendland um Gorleben im August 2011 ins Leben gerufen wurde: ein Jahr lang sollen sich Gruppen aus dem ganzen Land mit gewaltfreien und phantasievollen Blockadeaktionen beteiligen. So soll der Protest - zusätzlich zu den großen alljährlichen Demonstrationen gegen die Castortransporte - auch im Alltag stattfinden. Durch die Entscheidung vom Wochenende, bundesweit und “ergebnisoffen“ erneut nach einem geeigneten Standort für ein Atommüllendlager zu suchen, fühlt sich die Gruppe in ihrer kritischen Haltung bestätigt.

Unter den Augen der Polizei, die sich wegen der anlässlich des Castor-Transports Ende November zu erwartenden Blockaden bereits zahlreich im Wendland befindet, errichteten die Düsseldorfer eine riesige „Blockadetorte“ auf der Straße vor dem Tor des Bergwerks. Danach gab es Kaffee und Kuchen, natürlich auch für die Besucher aus der Region, deren Bevölkerung den Protest bekanntlich zu großen Teilen unterstützt.

Tags darauf kehrte die Gruppe nach Düsseldorf zurück, „gorleben365“ soll noch mindestens bis August 2012 weitergehen (www.gorleben365.de).

Bilder der Blockade

05.11.2011 X-tausendmal quer Gruppe Hamburg

Entspannte 10-Jahresfeier mit Tee, Berichten, Suppe und Gesang


Nachdem der größere Teil der Gruppe am Freitag nachmittag losgefahren war und abends schon beim Poetry Slam blockiert hatte, trafen wir uns mit den Nachzügler_innen am Samstag gegen 11 am Blockadeort zum Aufbauen. Nach der Erfahrung vom Vorabend, wo ein Auto auf dem Grünstreifen an der Blockade vorbeifuhr, parkten wir unsere Wagen so, dass das nicht mehr ging. Während wir Tische und Bänke aufstellten, die Fotowand bestückten, jede Menge Transparente aufhängten, das Buffet herrichteten und die Suppe warm werden ließen, trudelten etliche Leute ein, die unserer Einladung folgten, aus Anlass des 10jährigen Bestehens unserer Gruppe in gemütlicher Runde ein paar Stunden lang die Zufahrt zum Endlagerbergwerk zu blockieren. So waren wir zusammen rund 30 Personen, ehemalige und aktuelle Gruppenaktive, Freunde und Interessierte.
Die Polizei war zwar da, hielt sich aber dezent im Hintergrund. Zu Beginn kamen zwei Beamte, um mit Verweis auf das Versammlungsgesetz nach dem Versammlungsleiter und dessen Handynummer zu fragen. Wir erwiderten, dass wir zwar eine Versammlung seien, aber ohne Leitung oder gar Führung auskämen, und telefonieren sei nicht nötig, wir wären ja vor Ort und ansprechbar. Das haben sie dann auch eingesehen ;-) und uns noch auf die in der nahe gelegenen Schutzhütte deponierte "Versammlungsleiter" hingewiesen.
Anders als wir wegen der Einstellung der Bauarbeiten an den Wochenenden erwartet hatten, wollten doch einige Menschen mit ihren Autos raus und rein und fuhren erstmal in die Nähe der Blockade, um dann umzudrehen und wahrscheinlich auf einem anderen Weg ihr Ziel zu suchen.
Wir haben derweil bei Kuchen und heißen Getränken über frühere Aktionen geplaudert, gesungen, gespielt, Suppe gegessen und aus kompetenter Quelle Fakten über die korrupten und verlogenen Machenschaften gehört, die dazu führten, dass an dieser Stelle das deutsche Atommüll-Endlager geplant wurde und gegen alle wissenschaftliche Erkenntnis bis heute daran festgehalten wird.

Zu guter Letzt berichtete Marion von ihrem diesjährigen Besuch in Japan an den Gedenktagen in Hiroshima und Nagasaki, wo sie u. a. ein Transparent übergab, das wir während einer der allmonatlichen Mahnwachen vor dem AKW Brokdorf gemalt hatten. Es verwies in Bildern und in deutscher und japanischer Sprache auf den unlösbaren Zusammenhang von sog. "friedlicher" Nutzung der Atomkraft und Atomwaffen...
Als die Sonne hinter den Bäumen verschwand, wurde es frisch, die Gäste waren satt und verabschiedeten sich, und wir räumten unser Zeug zusammen und fuhren in unser Quartier in Dünsche. Dort hatten wir noch einen netten Abend...

Bilder der Blockade

04.11.2011 Poetry Slam am Schwarzbau


Ein Teil des Komitees trifft sich zur Nachbereitung:
Antjetanna:
Viel Kerzenlicht in Pausentüten und auf Lüstern, Feuertonnen mit eingeflextem "PoetrySlam" und ein wärmendes Lagerfeuer in der Mitte, um dieses herum warm eingemummelte Menschen im Kreis auf Stühlen und Strohballen sitzend, warmen Punsch trinkend und Atomkraft-nein-Danke-Waffeln vom Feuerfaß schmausend : eine ländlich poetische Atmosphäre vor dem Schwarzbau bei Gorleben mit Scheinwerferhintergrund und Ashaltcharme und andächtig lauschenden Polizisten. In diesem Ambiente mit ca. 50 Menschen, von denen 15 etwas lasen, vortrugen, sangen und musizierten (Doro an der Zieharmonika, Mascha an der Gitarre, Anny a capella). Die Texte bezogen sich zum Teil auf Gorleben. Gelesen wurden Gedichte (Frank, Tao), Liebesgedichte, Tannas Ängste und Sorgen und tiefe Gefühle der Sicherheit, sowie Reisetagebücher (Tao, der sehr wohltuend moderierte), das stets wiederkehrende, gesprochen wie gerufen und gesungene Gedicht über Brot (Wall), eine Absage an den Castor aus persönlichen Gründen (Antje), "Popcorn, Wasserwerfer und Hubschrauber" (Dieter), "Ausdiskutieren", ein Sprachspiel (von Mascha), Ballade "Marionettenspiel" (Camilla), politische Eindrücke (Wolf) und diverse spontane Witze (Finn, Carsten, Antje).
Ein Bericht über die Schönheit La Hagues (Marion) gewann durch Publikumsentscheid.
Dieser Siegerinnentext stellen wir hiermit vor:

La Hague-Gorleben /Marion

In Frankreich ("Fronkraisch", sagt Marion, während sie Antje diktiert...) geboren, ich wohne im Wendland. Und wenn der Castor kommt, werde ich nostalgisch. Ich erinnere mich an La Hague, an die Spitze der Manche, einem kleinem Landkreis, dem Wendland nicht unähnlich. Drumherum das Meer, schäumend, grün, kalt, sich brechend, auf die steinerne Küste. Hohe Felsen, wenige rauhe Gräser und kleine Buchten versteckt, eine Oase für Vögel, die sich dort zu Hunderten sammeln zum Nisten und Fischen.
Ich ging dort gerne spazieren. Wir waren eine nette Clique und oft dort nach der Schule. Dort in dieser rauhen Natur fühlten wir uns frei. Der Wind, die Strände voller Muscheln, der Sand. Dort haben wir gelacht und gespielt, uns geküßt und geträumt von der weiten Welt, den Blick auf das Meer.
Unheimlich war nur eine Stelle, eine recht enge Stelle entlang eines hohen Zaunes. Dieser Zaun war unheimlich, so hoch, so scharf. NATO-Draht. Damals hatte ich keinen Namen dafür. Krokodilzaun, der die Kleidung zerschnitt, wenn einer ihn streifte. Der Weg führte eng oben am Felsen entlang, unten eine Art Fabrik. Modern, häßlich, rauchend und irgendwie fehl am Platz in dieser Wildnis. Wie ein häßlicher Pickel, entzündet, eitrig in einem schönen Gesicht.
Nie hätten wir vermutet, was dort abging!
Ein bißchen südlich, Barfleur. Eine Perle der Küste, ein süßes Fischerdörflein mit seinem kleinen Hafen, wo Fischkutter in bunten Farben ankern. Hier ißt man Fisch noch frisch vom Fang, zappelnd und glänzend, verstrahlt, sicher. Wir gingen oft dort chic essen, am Sonntag. Spazieren auf den Kais. Rochen mit crème fraîche und Kapern war mein Lieblinggericht.
Rochen gibt es nicht mehr, seitdem das Meer etwas wärmer geworden ist.
Das liegt an der Strömung, die die Küste streift von La Hague bis in die Bucht des Mont St. Michel, eine der sieben Weltwunder.
Es ist sicher schön für die Badestrände.
Früher war das Meer immer so kalt!
Überraschenderweise ist vor allem im Norden, also nah Cherbourg, La Hague, wärmer.
Im Süden weniger. Aber sicher, es wird noch!
In Granville, die Therme. Rehakur am Meer.
In Coutances lebte meine Mutter; mit 49 an Krebs gestorben. Es kam so plötzlich. Keine Erklärung. Sowas kann passieren, einfach.
Mehr Leukämie als woanders?
Naja, Zufall, ist auch nur eine Krankheit wie andere. Wie Krebs.
Ach, ja. La Hague. Gorleben.
Auch so schön, in den Wälder versteckt, voller Wildheit und Geheimnisse.
Bis auf diesen einen Zaun. Wieder ein Zaun, so hoch, so scharf...

Bilder der Blockade

30.10.2011 Lebenslaute

Lebenslaute in Aktion - Blockade der Endlagerbaustelle in Gorleben

Wie angekündigt haben sich am frühen Sonntagmorgen einige Menschen auf den Weg begeben, den regulären Arbeitsbetrieb an der illegalen Endlagerbaustelle in Gorleben zu stören, indem die Durchfahrten zum Gelände durch Blockaden des Aktionsorchesters Lebenslaute versperrt wurden.

Nach einem intensiven Samstagnachmittag, der gefüllt war mit dem Proben der Musik, die am nächsten Tag erklingen würde, sollte es dann am frühen Abend darum gehen, gemeinsam zu entscheiden, wie der nächste Tag so ablaufen kann, dass sich alle Beteiligten mit der Aktion identifizieren und sich wohlfühlen. Eine große Rolle spielte dabei die Kampagne gorleben365, in deren Rahmen Lebenslaute zu dieser Aktion zusammengekommen ist. Hierbei wurde mir wieder deutlich, dass der Widerstand in der Region seit Jahrzehnten praktische Erfahrung angesammelt hat und wir sowohl inhaltlich als auch was das mögliche Gelingen oder Nichtgelingen dieser und zurückliegender Aktionen angeht entsprechend kompetent informiert wurden. Dadurch, dass das Kampagnenteam von gorleben365 die gesamte Aktion begleitet, wird es der Blockade erheblich erleichtert, Entscheidungen zu treffen, weil z.B. nicht viel gerätselt werden braucht, wie gut oder schlecht die Tore zu erreichen sind bzw. wie das Gelände und die Umgebung dieses sogenannten Erkundungsbergwerkes überhaupt beschaffen ist. Das ist besonders, weil dadurch Menschen mit verschiedenen Erfahrungshorizonten transparent gemacht wird, wie bisherige Aktionen verlaufen sind und eben auch wie die eigene geplante verlaufen könnte. Das ermöglicht es meiner Meinung einer Vielzahl von Menschen, die Arbeiten dort zu behindern und selbst Erfahrungen für die eigene politische Arbeit zu sammeln, den Widerstand aktiv zu proben. Gründe dafür gibt es genug.

Praktisch sah es so aus, dass wir nach unserer Ankunft auf einem öffentlichen Parkplatz ganz in der Nähe in kleinen Gruppen frühmorgens vor um acht, also in der Zeit des geplanten Wachwechsels, auf dem Weg zu den Blockadeorten zwar von der Polizei empfangen wurden, diese aber nicht versucht hat, uns daran zu hindern, alle sechs Zufahrtstore zu erreichen und uns dort mit 3 bis 5 Menschen niederzulassen. Die Zeit gestalteten wir mit Frühstück, Unterhalten, Umschauen und eben auch Musik,insgesamt also alles gemütlich und in Beobachtung des Wachpersonals, welchem nun bange werden musste, dass sich die 12-stündige Schicht ins Ungewisse verlängert. Nach etwas 1,5 Stunden und nachdem sich die Polizei für ein Tor entschieden hatte, wurden die Blockierenden dort zur Seite getragen und dem Austausch des Wachpersonals stand nichts mehr im Weg. Dennoch konnte wieder deutlich gemacht werden, dass die Abfälle der atomaren Energieerzeugung nicht sicher gelagert werden können und der Ausbau in Gorleben sofort beendet werden muss. Geschmeichelt vom warmen Frühherbstwetter wurde dann noch zwischen 10 und 14 Uhr mit etwa 40 Musiker_innen Klassik und Pop öffentlich geprobt und konzertiert, auf der offiziellen Straße zur Baustelle und wieder mit toller Unterstützung der Menschen vor Ort, sei es Fahnen schwingend, mitsingend und wippend oder mit Wendländer Anti-Atom-Waffeln.

Jeden Tag einen rebellischen Ausflug wert, 365 mal im Jahr.

www.lebenslaute.net

Bilder der Blockade

29.10.2011 Offene Arbeit Erfurt

Schicht im Schacht - Offene Arbeit setzt Endlager Schach matt

Aus Thüringens Landeshauptstadt Erfurt waren die Mitglieder der Offenen Arbeit angereist und verwandelten die Straße zum Endlagerschacht in eine riesige Spielfläche.

Hier wurde fair gespielt und trotzdem war der Verlierer der Aktion schon im voraus klar- die Atomlobby im Wendland und ihre unfairen Machenschaften.

Die OA ist eine Basisgemeinde mit Umweltbibliothek im Evangelischen Kirchenkreis Erfurt und hat seit über 30 Jahren Erfahrung im Umgang mit politischen und im Besonderen mit menschenverachtenden Systemen. Was sie antreibt ist klar „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“.

Wir waren gern hier und kommen natürlich zum Castortransport wieder, denn das Spielchen, welches hier im Wendland seit 30 Jahren mit den Menschen gespielt wird, ist ungerecht und unfair. Wir bedanken uns auch bei unseren UnterstützerInnen, die uns so toll begleitet und beherbergt haben.

Fotos der Blockade

23.10.2011 Gorlebener Gebet blockiert an 2 Toren

Fotos der Blockade

Am Sonntag, 23. Okt.2011, übernahm die oekumenische Initiative Gorlebener Gebet eine Blockade von 12-15.30 Uhr vor den Toren des Schwarzbau-Endlagers Gorleben. Wir waren an 2 Toren bis zu je 30 Teilnehmende.

Am Seitentor Nr.6 haben wir alte Tagebücher der Gorlebener Gebetsandachten, die seit 22 Jahren an jedem Sonntag gehalten werden, aufgeschlagen und daraus Eindrücke von Teilnehmenden vorgelesen sowie aus der Geschichte des Gorlebener Gebets berichtet. Zwischendurch gab es Musik sowie gemeinsames Singen und Tanzen. Um 14 Uhr wurde traditionsgemäß eine Andacht gehalten, diesmal nicht im Wald unter den Kreuzen, sondern vor den Toren des sog. Erkundungsbergwerks. Eine besondere Erfahrung machten wir am Seitentor Nr.6:

Weiterlesen: 23.10.2011 Gorlebener Gebet

22.10.2011 Ponyshow

„Das Werk ist unser eigen“,

so singen die Zwerge, die sich gegen eine Endlagerung im Salzstock querstellen. Mit ihren Ponys, viel Kreativität und kraftvollem Gesang blockierten Schülerinnen und Schüler aus dem Raum Hitzacker und Tießau am Samstag rund zweieinhalb Stunden im Rahmen von „gorleben365“ das Tor zum „Erkundungsbergwerk“. Mit zum Teil umgeschriebenen, wie auch selbst geschriebenen Texten von Widerstandsliedern erzählten sie eindrucksvoll und in bunten Bildern von Jonny mit seinem Pony, der den Widerstand entdeckt. Umrahmt wurde die Story von begeisterten mitsingenden Gästen.

Fotos der Blockade

Presseecho

16.10.2011 Grüne Jugend Bundesverband

Bilder der Blockade

Niemals Endlager Gorleben!

21.10.2011: Am Sonntag, den 16.10.2011, haben sich AktivistInnen der Grünen Jugend kreativ an dem Protest gegen das Endlager Gorleben im Rahmen von „Gorleben 365“ beteiligt. Vor dem Endlager in Gorleben gestalteten die rund 50 Menschen einen bunten Protest.

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15.10.2011 Steine des Anstoßes

DAN-TV

Bilder der Blockade

Am frühen Samstagmorgen, bei eisigen Temperaturen, stehen rund zwei dutzend Atomkraftgegner aus Heide in Schleswig Holstein vor den Toren zum atomaren Erkundungsbergwerk in Gorleben. Sie haben den weiten Weg von mehr als 250 Kilometer auf sich genommen, um auch ein Zeichen gegen den Irrsinn der Regierung und gegen die geplante Einlagerung von Atommüll zu demonstrieren.

Diese Aktion planten die Teilnehmer bereits vor einigen Wochen, denn seit dem atomaren Super-Gau von Fukushima veranstaltet die Gruppe regelmäßig Mahnwachen auf dem Marktplatz in Heide. Wie einer der Teilnehmer erzählt, ist diese Teilnahme an der Blockade in Gorleben ein wichtiges Zeichen, denn damit wollen die Akteure auch in der Region um Dithmarschen auffordern, bei dem für November geplanten Castor Transport teilzunehmen.

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12.10.2011 Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Pressekonferenz um fünf nach zwölf

Bilder der Blockade

11.10.2011 Initiative 60

.Bilder der Blockade

Pressemitteilung 28.09.2011

Pressemitteilung 12.10.2011

Im Rahmen der Daueraktion „gorleben365“ traf sich die „Initiative 60“ mit ihren Freunden am Dienstag vor der Straßengabelung an sogenannten Erkundungsbergwerk.

Etwas 40 ältere Menschen trafen sich zur Blockade.

Die vorgesehene Kaffeetafel wurde wegen andauernden Regens zwar zur Stehparty unter freiem Himmel, aber die versammelten Teilnehmer demonstrierten trotzdem nachdrücklich ihren Protest gegen die Atomindustrie. Sie dachten an die Enkel aller Menschen, ihre eigenen wie auch die uneinsichtiger Politiker und die der in den Einsatz beorderten Polizeibeamtinnen und -beamten. Denen und allen weiteren Nachkommen die Umwelt lebenswert zu erhalten ist die Pflicht jeder Generation. Das erfordert den Einsatz aller verantwortungsfähigen Bürger, unabhängig vom Lebensalter.

Weiterlesen: 11.10.2011, Initiative 60

09.10.2011, Jahrestagung KURVE Wustrow


Bilder der Blockade

Pressemitteilung 7.30 Uhr

Pressemitteilung 10.30 Uhr

Medienecho

Die Sonne geht auf, keine Wolke am Himmel, der Reif ist auf den Autos gefroren – wir brechen auf in Richtung Gorleben.

Bei der Aktionsvorbereitung am Vorabend beschlossen wir kurzfristig, unsere Blockadeaktion schon um 8 Uhr morgens an den Toren des Erkundungsbergwerks zu starten. Denn wir wollten die neuesten Informationen überprüfen, dass die Betreiber an den Wochenenden die Schichtwechsel geändert hätten.

Tatsächlich ist eine Erkenntnis des Tages, dass kurz nach 8 Uhr morgens je rund 10 Fahrzeuge auf das Gelände fahren bzw. es verlassen wollen und die ganzen folgenden Stunden kein Baustellenverkehr mehr zu verzeichnen ist.

Was das bedeutet?

Weiterlesen: 09.10.2011, Jahrestagung KURVE Wustrow

08.10.2011 Tür und Tor offen für den Widerstand

Bericht folgt.

Bilder der Blockade

07.10.2011 Die gelben Handschuhe


Bilder der Blockade

Frieda störte friedlich

Am Freitag, den 7.10.2011 blockierten 20 bis 25 Frauen der Initiative „Gelber Handschuh“ im Rahmen der Kampagne „gorleben365“ mit Kunst und Kultur die Hauptzufahrt zum Salzstock Gorleben. Die Aktion stand unter dem Motto „Frieda stört“. Frauen aus Berlin, Kassel, Hamburg und Sachsen waren angereist, um die Aktion zu unterstützen.

Auf der Zufahrt konnte aufgrund des guten Wetters die Ausstellung „Kummer in die Kiste“ der Gorlebenfrauen installiert werden.

Weiterlesen: 07.10.2011 Die gelben Handschuhe

25.09.2011, Anti Atom Initiative im Kreis Pinneberg

Verlobung vorm Erkundungsbergwerk in Gorleben

Die Wedeler Michael Friedrich und Sabine Ropeter verloben sich auf der Blockade der Anti-Atom-Initiative Kreis Pinneberg vorm Tor in Gorleben
Nicht nur die Sonne strahlte, vom Himmel und den Anti-Atom-Fahnen, sondern auch die Gesichter, als die völlig überraschte Braut mit Sekt, Rosen und einem offiziellen Verlobungsantrag konfrontiert wurde.

Weiterlesen: 25.09.2011, Pinneberg

24.09.2011, BI Uelzen

Die BürgerInneninitiative gegen Atomanlagen Uelzen (BI Uelzen) hat heute im Rahmen von www.gorleben365.de  die Hauptzufahrt zum Salzstock Gorleben blockiert. Mit einem "Spanischer Vorhang" verschleierten Aktivisten den Anblick auf das Bergwerk, den sogenannten  Schwarzbau.

Weiterlesen: 24.09.2011, BI Uelzen

23.09.2011, Tauschblockade

Unsere Ziele waren Leben vor das Tor des Erkundungsbergwerkes zu bringen, möglichst viele Autos aufzuhalten und Präsenz zu zeigen.
Nach unzähligen Treffen in der Schulpause war es nun endlich soweit. Um 12 Uhr wurden
wir und unser Material (Tapeziertische, Klamottenspenden, Getränke usw.) von der Schule
abgeholt und nach Gorleben gebracht. Dort erwartete uns neben der strahlenden
Septembersonne auch die Polizei.

Weiterlesen: 23.09.2011, Tauschblockade

18.09.2011, Gepflegtes Picknick

Eine kleine Geschichte demnächst hier.

Bilder

13.09.2011, Freie Bühne Wendland

Text folgt.

Bilder

Pressemitteilung

11.09. 2011 "Schmierentheater" der BI Prignix

Über 30 Mitglieder der Bürgerinitiativen Keine CO2- Endlager Altmark und  Brandenburg, sowie die Bürgerinitiative PrigNIX haben gemeinsam im Rahmen der Kampagne gorleben365 „Gewaltfreie Blockade des Baustellenverkehrs zum Endlagerbergwerk “ am Sonntag eine gemeinsame Aktion durchgeführt. "Schmierentheater" war das Motto und die Haupttorzufahrt wurde mit einer Lehmrutsch- und - tanzfläche gestaltet.

Weiterlesen: 11.09.2011, BI Prignix

04.09.2011, Abgeordnetenblockade

Pressemitteilung

Bilder

Medienecho

04.09.2011, Abgeordneten-Blockade

Ausgehend von einigen Bundestagsabgeordneten aus dem Gorleben Untersuchungsausschuss, ist die Idee entstanden, die Kampagne gorleben365 mit einer eigenständigen Abgeordneten Blockade des Erkundungsbergwerkes in Gorleben zu unterstützen.

Bei der Blockade, zu der auch Abgeordnete aus Kommunalparlamenten, Landtagen und dem EU-Parlament herzlich eingeladen sind, soll es auch inhaltliche Gesprächsrunden geben, bei denen über die Zukunft von Gorleben und dem nuklearen Entsorgungsdilemma insgesamt geht.

Für Sitzgelegenheiten, Tische, Saft und Anti-Atom-Waffeln wird gesorgt.

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24.08.2011, AU-Blockade (Aktionsunterstützung von X-tausendmal quer)

Es ist Montagabend - Lagerfeueridylle auf einem Hof in der Nähe von Gorleben. Nach und nach treffen hier nun die AktivistInnen der Aktionsunterstützung von X-tausendmal quer ein. Es soll ein mehrtätiges Treffen werden, mit geselligem Beisammensein, schließlich kommen wir aus allen möglichen Ecken Deutschlands und sehen uns nicht allzu oft. Zwischendurch wollen wir an einem Tag auch unser Materiallager etwas aufräumen, nach den letzten Blockaden sieht es da jetzt etwas chaotisch aus.

Und dann wäre da noch die Aktion, die „AU-Blockade“ im Rahmen der Kampagne gorleben365, die soll am Mittwoch stattfinden.

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23.08.2011, Vorstandssitzung BI Lüchow-Danneberg

22.08.2011, Geburtstagsblockade Jochen Stay

Geburtstagsfeier mal ganz anders. Vielleicht wurde ein neuer Trend geboren.


Nach gemütlichem Frühstück im Garten des Gasthauses Wiese in der Nähe der Gorlebener Atomanlagen, machten die 35 Geburtstagsgäste sich auf vors Haupttor des Erkundungsbergwerks. Schnell teilten wir uns auf alle vier Zufahrten auf, um sitzend vor den verschlossenen Toren zu blockieren.

Weiterlesen: 22.08.2011, Geburtstagsblockade Jochen Stay - ohne Video

14.08.2011, Blockadejahr in Gorleben gestartet

Ausdauernder Widerstand gegen die Weitererkundung des Salzstockes Gorleben, 14.08.2011, 15 Uhr. Unter dem Motto „Heute wir, morgen ihr!“ haben heute AtomkraftgegnerInnen die erste Blockade im Rahmen der Kampagne gorleben365 aufgenommen: „Wir wollen andere Menschen mit unserem Handeln dazu motivieren, Verantwortung nicht zu delegieren, sondern sich eigenverantwortlich für den vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie einzusetzen“ erklärt Steffi Barisch, Pressesprecherin der Kampagne.

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