Kampagne von
X-tausendmal quer
und KURVE Wustrow

Frieda störte friedlich

Am Freitag, den 7.10.2011 blockierten 20 bis 25 Frauen der Initiative „Gelber Handschuh“ im Rahmen der Kampagne „gorleben365“ mit Kunst und Kultur die Hauptzufahrt zum Salzstock Gorleben. Die Aktion stand unter dem Motto „Frieda stört“. Frauen aus Berlin, Kassel, Hamburg und Sachsen waren angereist, um die Aktion zu unterstützen.

Auf der Zufahrt konnte aufgrund des guten Wetters die Ausstellung „Kummer in die Kiste“ der Gorlebenfrauen installiert werden.

Fahnen und Transparente gegen Atomkraft sowie der große, gelbe Handschuh markierten das Tor, das in einer gemeinsamen Häkelaktion mit verschiedenen Materialien nach dem Vorbild des in den Städten beliebten Guerilla - Strickens be- und zugehäkelt und so zum passageren Kunstwerk, aber auch zu einem echten Hindernis wurde. Begonnen mit einem gemeinsam gehäkelten Spinnennetz, wurde dies am Tor eingefügt und dort festgehäkelt.

Auf dem kulturellen Marktplatz, der so entstanden war, fanden Lesungen von Erfahrungsberichten aus den Anfängen des Frauenwiderstands gegen Gorleben statt, Erfahrungen an die wir heute noch anknüpfen, den Faden aufnehmen und weiterspinnen. Die gemeinsame Erinnerung gibt Kraft und motiviert zum Weitermachen.

Mit Brot und Suppe aus der eigenen Blockadeküche gestärkt, wurde ein kurzes Theaterstück zum verwirrenden Umgang mit den Grenzwerten, denen wir ausgesetzt sind, aufgeführt: Dr. Frida Fussel fragt nach. Ein Gespräch mit Milli Sievert.

Dem wechselnden Wachpersonal und den Angestellten des Schwarzbaus, die nun eine andere Ausfahrt nehmen mussten, wurde freundlich mit gelben Handschuhen zugewunken, höfliche Störenfriedas, wir. Circle-Singing half gegen die Kälte und verband die Gruppe der Frauen, die so gestärkt für die nächste Aktion nach Hause fahren konnten.

Die Aktivitäten wurden staatlicherseits überwacht und dokumentiert. Das Klima war insgesamt entspannt.

Bilder der Blockade