Kampagne von
X-tausendmal quer
und KURVE Wustrow

Durchgeführte Blockaden

Hier dokumentieren wir die durchgeführten Blockaden, indem wir die Berichte der Blockadegruppen veröffentlichen.

Dementsprechend finden sich hier Texte und Bilder, sowie Links zum Medienecho, die die jeweiligen Gruppen zur Verfügung gestellt haben.

Kuhle Wampe Blockade Aktion

Bikerstammtisch vor der Zufahrt zum Erkundungsbergwerk Gorleben

Am letzten Samstag trafen sich ca.25 unentwegte Mitglieder des Verbandes der Motorradclubs Kuhle Wampe und Freunde, um die Zufahrt zum Erkundungsberkwerk von 11.00 bis 16.00 Uhr zu blockieren.

1.MCKWGorleben365Block

„Einmal ist es uns sogar gelungen, dass der Betrieb für einen ganzen Tag eingestellt werden musste,“ so Katja Tempel von der Kampagne. Auch die Tatsache, dass die Belegschaft des Erkundungsbergwerks seit Beginn der Blockaden nur noch fünf Tage in der Woche arbeitet statt vorher sieben, schreibt sich „gorleben365“ als Erfolg auf die Fahnen.
„Zwar haben wir den Endlagerstandort Gorleben mit den Blockaden nicht verhindert, aber unser erklärtes Ziel, den reibungslosen Ablauf des weiteren Ausbaus zu verhindern, haben wir erreicht,“ so Katja Tempel.

Die Einbeziehung der Jugend in den Widerstand ist eine wichtige, aber auch sehr schwierige Angelegenheit. Dabei ist die Jugend von den Entscheidungen, die heute getroffen werden, am meisten betroffen. Um dieser Erkenntnis Ausdruck zu verleihen und um ihre eigene Meinung offensiv zu vertreten, trafen sich am Samstag, dem 11. August, gegen Mittag, etwa 30 Jugendliche vor dem Schwarzbau, der offiziell als “Erkundungsbergwerk Gorleben” und inoffiziell als “Endlagerbaustelle” bezeichnet wird. Es galt, den Schichtwechsel des Wachpersonals möglichst effektiv zu stören und damit die Arbeiten am Salzstock zu behindern.

Dazu mussten natürlich alle sechs Tore blockiert werden. Die meisten Blockadegruppen konnten sich ungehindert auf ihre Positionen begeben, nur am Tor 5 begegnete mensch einem massiven Polizeiaufgebot.Durch Hilfe von den anderen Toren und einige Korrekturen an der Stellung der Blockade konnte aber auch hier die Aktion gelingen. Nach mehreren Stunden des Wartens wurde dieses Tor schlussendlich geräumt, der Wachschichtwechsel konnte passieren.

Musikalische Blockade am Samstag, 4.August 2012

Zu meinem 66.Geburtstag habe ich meine Gäste dieses Jahr zu einer "Musikalischen Blockade" mit anschließendem Picknick vor das Haupttor nach Gorleben eingeladen. Der Freundeskreis aus Dahlenburg und Hamburg folgte der Einladung gern, so dass wir uns mit knapp 20 Personen vor dem Haupttor versammelt haben.
Bei strahlendem Sonnenschein spielte die chilenische Gruppe "Resistencia" alte und neue Lieder aus dem Widerstand, berichtete über die jeweilige Entstehungsgeschichte der Texte und stellte einen Bezug zum Widerstand in Gorleben her.
Als einzelne Gäste von ihren Erfahrungen bei den Gorlebendemos - besonders auch zu Castorzeiten - berichteten, verdunkelte sich der Himmel und es regnete kräfitg. Polizei war bei dieser Blockade nicht sichtbar anwesend!

Das 3. "Rebellische Treffen", an dem auch Gäste aus Mexiko oder den USA fand am Wochenende mit rund 200 TeilnehmerInnen in Mützingen statt. Am Sonntag zogen über 120 der "Ya Basta"-AktivistInnen nach Gorleben, um alle sechs Tore zum Erkundungsbergwerk zu blockieren. Unter dem Motto "Widerstände vernetzen" hatten sich die AktivistInnen aus vielen Ländern, die sich auf international aktive "Ya Basta"-Initiativen beziehen, während des Camps in Mützingen mit verschiedenen politischen Brennpunkt-Themen beschäftigt. Die Gefängnisindustrie in den USA stand ebenso auf dem Workshop-Programm des Camps wie der Israel-Palästina-Konflikt oder ein "Ausblick auf Europa".

Es sollte eine ganz große Nummer werden: Mehrere verschiedene Aktionsgruppen kommen zusammen und bündeln ihre Kräfte, indem sie sich jeweils an einem Tor einer kreativen Aufgabe stellen, um anschließend am nächsten Tor mit einer anderen Gruppe die Schicht zu wechseln - eine ganztägige Schichtwechselblockade halt. Unsere Vision lag bei insgesamt 50 bis 100 Beteiligten. Soweit der Plan.

In der Realität sah das ganze dann aber doch ziemlich anders aus... Statt der erhofften 100 "Arbeiter" kam gerade mal eine Schicht mit fünf Mitarbeitern zum Dienst. Ab und an erhielten wir vereinzelt freundliche Unterstützung von Zeitarbeitern, worüber wir uns sehr freuten. Unsere ursprünglichen Pläne, alle sechs Tore dicht zu machen, mussten wir trotzdem wegen des großen Personalmangels verwerfen. Wir entschlossen uns, mit den uns zur Verfügung stehenden (Transport-)Mitteln die beliebte Zufahrt vor der Y-Gabelung zu Tor 1 und Tor 2 zu blockieren.

 

 

Presseartikel: lesen

Moin Moin alle Interessierten!
Wir hatten erst Polizeikontakt bei der Räumung: Am Samstag an Tor 5 mit
4-5 Bullys und 2 Streifenwagen. Dadurch waren sie stark genug die 3 Blockiererinnen wegzutragen. Für mich haben sich die beiden stärksten Polizisten bereitgefunden. Aber ganz ruhig und deeskalierend, so wie es sein sollte.
Am Sonntag wurde Tor 2 geräumt, durch zwei Streifenwagenbesatzungen. Martin hat tapfer gesessen, aber Tor 2 ist das größte Schiebetor und lässt sich alleine nicht Blockieren. So konnten die Fahrzeuge einfahren. Bei der Ausfahrt waren Jan und ich noch zur Verstärkung dazugekommen aber es war auch für die Polizei möglich durch korrektes Räumen von Jan eine Fahrbahn frei zu machen.
Aber dennoch haben wir an beiden Tagen eine Räumung erzwungen. Und das war ja auch unser Ziel.

Die Heide ist frei - Gorleben atomfrei - sofort !

Friedensfreunde blockierten 4 Stunden das Salzbergwerk erfolgreich.

Eine Abordnung der Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide lud ein zum zivilen Widerstand gegen den zur Zeit stattfindenden Ausbau des ehemaligen Salzbergwerkes bei Gorleben. 15 Teilnehmer aus der Friedensinitiative Kyritz Ruppiner Heide blockierten eine vielzahl der Torefür ca. 4 Stunden am 09.07.2012 in der Zeit von 10:00 - 14:00 Uhr. Eine aufgebaute feierliche Tafel erinnerte an die vor drei Jahren gelungene endgültige Verhinderung der Neunutzung des ehemaligen Bombenabwurfplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide. Rund 18 Jahre hatten die verschiedensten Gruppen darum gekämpft, dass die Heide frei wird. In vielen bunten kreativen Aktionen, Protestwanderungen und Ostermärschen gelang es. Das Militär musste abziehen !
Die Demokratie und der Wille Vieler hatten die Umkehr bewirkt oder besser erkämpft.

Wir haben die besseren Karten

Knapp 30 Leute aus der von Atommülllagern gebeutelten Region um Braunschweig, Salzgitter und dem Landkreis Wolfenbüttel trafen sich am frühen Sonntag morgen, um gemeinsam mit einem „Bubensolo“ oder einer „Hochzeit“ die Endlagerbaustelle in Gorleben zu blockieren. Eine Gruppe von Anti-Atom-Aktivisten, die sich Vereinigte Energiebündel (VEB) nennen, hatten zu dieser Busfahrt aufgerufen und Menschen aus der Nähe des genehmigten Endlagers „Schacht Konrad“ und des maroden „Versuchsendlager“ Asse II kamen zusammen, um in Gorleben Doppelkopf zu spielen. Sie wollten die Initiative "gorleben365" unterstützen, die für ein Jahr mit gewaltfreien Aktionen die Endlagerbaustelle in Gorleben blockiert. Stühle, Tische, Verpflegung und einige Transparente wurden in den Bus gepackt und los ging es.

Internationales Training für Gewaltfreiheit blockiert Gorleben

Mit 15 Teilnehmer_innen, 3 Trainer_innen und zehn Gästen blockierte das "Internationale Training für Gewaltfreiheit in Krieg und bewaffneten Konflikten" für mehrere Stunden ein Tor am 30.6. (parallel zur Blockade des Bundes für Soziale Verteidigung). Nachdem die Vorbereitungen schon in der KURVE Wustrow mit Schminken, Musik- und Theaterproben begonnen hatten, konnten die Besucher_innen vor dem Tor 5 die Präsentation "Peace: A Women's Gift" über Friedensarbeiterinnen aus aller Welt bewundern. Angereichert mit Theater und Musik wurden Parallelen gewaltfreien Widerstands für Frauenrechte und für Umweltschutz gezogen.

Mindener Strahlenmonster in Gorleben


Strahlenmonster aus der Zukunft beteiligten sich an der Blockade des geplanten Atommülllagers in Gorleben. "Wir sind selber Zeugnis des unkontrollierten Strahlenaustritts aus Asse und Gorleben und der darauffolgenden Verseuchung von Weser und Elbe. Heute blockieren wir Gorleben, um zumindest das Schlimmste noch zu verhindern." erklärten die Mutanten den Hintergrund ihrer Aktion.

Anti Atom Berlin hat im Rahmen der gorleben365-Kampagne ein Sommerfest mit anschließenden Blockaden des Erkundungsbergwerks in Gorleben (Schwarzbau) organisiert. Am 16.6. und am 17.6. blockierten wir in zwei Aktionen vor dem Wachwechsel alle Zufahrtstore zum Schwarzbau.

Salsa- und TangotänzerInnen blockieren Erkundungsbergwerk

Die wendländischen Tango- und Salsagruppen luden BesucherInnen der Kulturellen Landpartie zur „Tanznacht am Schacht“ ein. 50 Tanzbegeisterte kamen vor die Gorlebener Anlagen. In kurzen Einführungen lernten sie die Grundschritte und Variationen des ProtesTango und WiderstandSalsa. Während die Polizei am Rande versuchte sich die Schrittfolgen abzuschauen, drehten sich vor den Toren nach kurzer Zeit schon die ersten Tanzpaare.

120 Tagungsteilnehmer der Jahrestagung 2012 des Versöhnungsbundes organisieren ein Aktion. Mit dieser Veranstaltung wurde das Eingangstor für den Vormittag blockiert. Dabei erfuhren die Teilnehmenden von anderen Besonderheiten: vom Gorleben-Gebet, das seit 1989 jeden Sonntag 14 Uhr abgehalten wird, und von den vielen Aktionen zu „Gorleben 365“, die bisher zum Wachhalten und Blockieren beigetragen haben.

Bereits am Mittwoch (16.05.) wurde fleißig gearbeitet und aufgebaut, damit um elf Uhr am Donnerstag der Wunde.r.punkt in Gorleben eröffnet werden konnte. Im Rahmen der wendländischen Kulturellen Landpartie finden hier derzeit zahlreiche Veranstaltungen und „Blockiert – die Ausstellung zu gorleben365“ statt.

Bilder vom Aufbau

Alles vor den Toren des Endlagerbergwerkes. Die Blockade der Zufahrten ist erwünscht, die Anwesenheit von vielen Menschen notwendig. Kommt auch weiterhin zahlreich. Nehmt euch frei, bildet Fahrgemeinschaften und bleibt möglichst lange vor Ort. Wir sehen uns auf dem Zufahrtsweg. Es gibt vegane Volxküche, sanitäre Anlagen und täglich kurzweilige Aktionen und Blockaden.

Wir haben am Samstag, den 12.5.12    unseren 246. Geburtstag gefeiert (ja, alle zusammen sind wir schon soooo alt) mit unseren Autos, Tischen, die mit Essen beladen waren, Grill, Stühlen, Kind und Kegel, Strohballen und natürlich dem Hildesheimer HUCKUP,  haben wir tagsüber die Straße zu Tor 1 u 2 blockiert. Wir hatten Spaß und Spiel bei erstaunlich gutem Wetter und viele Gespräche untereinander, zu denen wir sonst kaum Zeit finden. Vielleicht ist der Wald noch immer geschmückt mit den gelben  X X Xen  und Geschenken, die wir rings um uns aufgehängt haben.

Mit Millionen Jahren alten Meeresböden gegen Millionen Jahre strahlenden Müll

Am Sonntag, 6. und Montag, 7. Mai 2012 blockierten im Rahmen der gorleben365 Initiative acht Steinbildhauer eine Zufahrt zum Haupttor des illegalen Erkundungsbergwerkes in Gorleben. Der Widerstand bleibt weiter lebendig – der am weitesten angereiste Teilnehmer kam aus der Nähe von Bautzen. Ein gutes Gefühl für die alt eingesessenen Widerständler, von so weit her verstärkt zu werden.

Bilder der Blockade

Im Beisein von rund 120 Gästen gab sich ein Brautpaar aus Hamburg das Ja-Wort und die Hochzeitsgesellschaft blockierte die Zufahrt zum Salzstock.

Unsere Teilnahme an der 'gorleben365'-Aktion "Vollmundige Präsenz unter strahlendem Himmel - ein Protestpicknick" am Sonntag, 29.04.2012 von 12.00 - 16.00 Uhr in Gorleben. Lange hatten wir diese Aktion geplant und uns mit einem Aktionstraining im März auch sehr gut darauf vorbereitet. Am Sonntag, den 29.04.12 um 8.00 Uhr war es schließlich soweit. Mit drei Autos und neun Personen starteten wir von Bülstedt zunächst nach Nartum. Dort wurde ein Auto geparkt und ein anderes hinzugenommen und zu zehnt fuhren wir weiter nach Sittensen. Dort trafen wir uns mit den Bremervördern, die ebenfalls mit drei Autos gekommen waren. Nachdem nochmal ein bisschen hin- und hergetauscht worden war und alle Sachen verstaut waren, starteten wir im Konvoi gen Gorleben. Gelbe 'X'e und 'Atommüll'-Tonnen wiesen uns den Weg durch's Wendland und stimmten uns ein auf den Tag. Um 10.45 Uhr kamen wir in Gorleben an. Dort waren schon einige Menschen vor Ort, unter anderem auch das Team der Kampagne 'gorleben365', die uns den ganzen Tag betreut haben. Später tauchte noch Jürgen Fahrenkrug auf, der mit einer Kollegin von 'x-tausendmal quer' ebenfalls den ganzen Tag im Hintergrund für uns als Ansprechpartner vor Ort blieb. Wir wurden also insgesamt wirklich hervorragend betreut und unterstützt!!!

Pressemitteilung: Presseresonanz

Das Netzwerk Lebenslaute plant für den 3. September 2012 eine große Musikaktion vor der Waffenfirma Heckler & Koch in Oberndorf bei Villingen-Schwenningen. Daher haben wir unsere Blockade als Probe für diese Aktion angelegt. Außerdem hatten wir allerdings auch Lieder und Chorsätze da, die sich auf das Wendland bezogen. Es war die zweite Blockade durch unser Netzwerk, das inzwischen sehr gut im Wendland verankert ist: die erste konnten wir im Oktober machen.

 

Für mehr als vier Stunden hatten sich AktivistInnen an allen Zufahrtstoren angekettet / Schichtwechsel erst nach Räumung um 20.20 Uhr möglich

Mehr als vier Stunden blockierten 20 AktivistInnen von Contratom und der KURVE Wustrow – Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion alle sechs Zufahrtstoren zum Endlagerbergwerk in Gorleben. Während vom Spitzengespräch in Berlin keine Lösung für das Problem der Endlagerung von Atommüll zu erwarten ist, verhinderten die AktivistInnen die weitere Erkundung in Gorleben - zumindest an diesem Nachmittag.

Ein großer Förderturm ragt in den wolkenverhangenen Himmel. Darum Mauern mit Natodraht und Zäune. Zwei Wachleute schauen herüber zur Einfahrt. Jetzt kommt die Sonne durch. Ein riesiges gelbes X leuchtet auf der Zufahrtstraße. Ein Banner „Atommüll Wegstrixen – AntiAtomBonn“ hängt an einer massiven Toreinfahrt. „Heute kommt hier keiner durch“, sagt Karin, die es sich auf einem Strohsack bequem gemacht hat und strickt.

Gorleben/Heide – Mitglieder der Heider Mahnwachengruppe haben am vergangenen Freitag, 13. April im Rahmen von „gorleben365“ die Hauptzufahrt und zwei weitere Tore des sogenannten Erkundungsbergwerkes in Gorleben blockiert. Gegen 11 Uhr wurde zeitgleich an mehreren Stellen pünktlich zum bevorstehenden Schichtwechsel die Zufahrt zum Werksgelände mit mehreren Fahrzeugen, einer Mauer aus Schuhkartons sowie fast mannshohen „Xen“ aus Holz versperrt. Ankommende Werksmitarbeiter und Zulieferer zeigten sich sichtlich überrascht, da die Aktion im Vorfeld nicht angekündigt worden war.
Die auf diese Weise aufgehaltenen Fahrzeuge mussten größere Umwege in Kauf nehmen, um auf das Werksgelände zu gelangen. Ein Zulieferer verabschiedete sich unverrichteter Dinge und äußerte, es am nächsten Freitag nochmals zu versuchen, andere wurden umgeleitet und erreichten über Waldwege mit deutlicher Verzögerung ihr Ziel.

Presseerklärung
Gorleben, 12.4.2012

Von 11 bis 15 Uhr blockierte der Projektchor "Andere Saiten" heute die Zufahrt zum Haupttor des "Erkundungsbergwerks" für ein atomares Endlager in Gorleben. Mit einer öffentlichen Chorprobe demonstrierten die Sängerinnen und Sänger gegen die noch immer verfehlte Atompolitik der deutschen Bundesregierung. An der völlig ungelösten Endlagerfrage zeigt sich deutlich, wie unverantwortlich es ist, weiterhin große Mengen von jahrtausendelang strahlendem Müll zu produzieren. Gleichzeitig werden Atomkraftwerke weltweit mit Brennstoffen aus deutschen Anlagen versorgt. Und  gleichzeitig erteilt die Bundesregierung "Hermes"-Bürgschaften für AKW-Neubauten in aller Welt. Die "Anderen Saiten" fordern deshalb: Sofortiger Atomausstieg weltweit! Dabei soll Deutschland mit einer glaubwürdigen Ausstiegs-Politik vorangehen.
An der heutigen Aktion, die unter dem Motto "Chorprobe statt Probebohrung" stand, nahmen neben den Mitgliedern der "Anderen Saiten" auch zahlreiche WendländerInnen teil. Gemeinsam wurden Chorsätze mit Titeln wie "Der faule Kompromiss" oder "Nutzt endlich eure Macht" einstudiert. Die gute Stimmung wurde nur kurzzeitig durch einen Verkehrsrowdie unterbrochen, der sich mit seinem PKW gewaltsam einen Weg an der Blockade vorbei bahnte und dabei Eigentum der ChorsängerInnen beschädigte.
Die "Anderen Saiten" werden morgen in der evangelischen Kirche in Hitzacker eine politische Andacht musikalisch gestalten. Schon die heutige Aktion hat gezeigt, dass das Ziel, den wendländischen Widerstand gegen die Atomenergie im Allgemeinen und gegen das Endlager Gorleben im Besonderen solidarisch zu unterstützen, erreicht werden konnte.

- Ende der Presseerklärung -

Auf Wunsch kann gerne weiteres Bildmaterial zur Verfügung gestellt werden. Anfragen hierzu bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Presseecho:

 

Vom 4. bis zum 9. April 2012 ist eine Gruppe von etwa 30 Menschen aus vielen Orten in Frankreich ins Wendland gefahren, solidarisch mit denjenigen, die gegen das Endlagerprojekt Gorleben kämpfen. In der Gruppe waren verschiedene Mitglieder des Anti-Atom-Netzwerk „Sortir du nucléaire“(Eine Föderation, die jetzt mehr als 900 Gruppen versammelt) und Einwohner des „Haus des Widerstands gegen das Atommülllager Bure“

Gibt es denn überhaupt Franzosen, die gegen Atomkraft sind? Ja klar, auch wenn das Klischee der atombefürwortenden Franzosen ein großer Erfolg der Atompropaganda ist. Eigentlich will die Mehrheit der Franzosen dieser tödlichen Energie Adé sagen. Aber wegen der engen Beziehung zwischen den Politikern und der Atomindustrie ist bei uns der Widerstand sehr schwierig.

Thomas und Volkmar von der Mahnwache Gundremmingen Motiv für unsere Aktion war, eine im buddhistischen Sinn heilende Energie nach Gorleben zu bringen. Buddhisten ist bewusst, dass alles, was wir denken und tun, eine Wirkung hat. So haben wir zu unterschiedlichen Texte, die Thomas und mir wichtig waren,miteinander gesessen und meditiert - immer in dem Bewusstsein, dass jeder in uns entstehende Gedanke, jedes Gefühl eine Wirkung haben wird.

Deshalb war es uns wichtig, auf der Grundlage von Liebe und Mitgefühl für alle Lebewesen dort zu sein und unseren inneren Frieden mit Gorleben zu teilen und an Gorleben weiterzugeben. Denn nur, wenn wir auf dieser Welt Liebe und Mitgefühl für alle Lebewesen entwickeln - auch für unsere vermeintlichen Feinde, wird es gelingen, unsere Erde für die kommenden Generationen lebenswert zu erhalten.Gern hätten wir auch die mitgebrachten Instrumente viel mehr benutzt um mit einander zu tönen und Mantras zu singen. Leider machte das Wetter nicht so mit, wie wir es uns vorgestellt hatten. Mögen alle Wesen glücklich sein. Volkmar

„gorleben365“ und „40 Jahre Wendland“, das passt gut zusammen! Denn genau vor 40 Jahren, am 29./30. März 1972, und auch bei Schneeregen und kaltem Wind, wurde am Höhbeck unser erstes Häuschen – damals ein Ferienhaus – am Höhbeck aufgebaut.

Fast 60 wetterfeste Freunde und erfahrene „Protestanten“, die wir in 40 Jahren Wendland kennen gelernt haben, sind unserer Einladung gefolgt, um dieses Jubiläum mit uns auf der Strasse vor dem sogenannten Erkundungsbergberk zu feiern.

Unter dem Motto „Frühlingserwachen“ fanden sich am Sonntag, den 25.03.2012 rund 150 regionale Atomkraftgegner vor den Toren des Erkundungsbergwerkes in Gorleben ein.

Eingeladen hatte die Castorgruppe Trebel, die, eingebunden in die Aktion gorleben365 diese Blockadeaktion organisierte. Gegen 11:00 Uhr fuhren einige Landmaschinen vor das Haupttor des „Schwarzbaues“ vor und blockierten die Zufahrt.

Dann ging alles sehr schnell: Tische und Stühle wurden aufgestellt, Kaffee, Kuchen und Suppe wurden ausgepackt, so dass sich an diesem eigentlich unheimlichen Ort schnell eine gemütliche Atmosphäre verbreitete, die sogar die zum Schutze der Staatsmacht herbeigeholten Ordnungshüter friedlich stimmten, jedenfalls hat auch ihnen der Kuchen sichtlich geschmeckt.....

Die Trommelgruppe XAMBA unterstützte mit den bekannten Rhythmen den natürlich auch an diesem Tage stattfindenden Sonntagsspaziergang. An kleinen Ständen konnte man über Möglichkeiten des Stromwechsels informieren zusätzlich wurden Flyer zur Atomproblematik ausgelegt.

Eine besonders originelle Idee hatten einige Mitglieder der Trebler Castorgruppe: Sie stellten Frühlingspflanzen bereit, die gemeinsam eingepflanzt wurden, um das Bergwerk symbolisch „zuzupflanzen“.

Blockadebericht der Jugendblockade am 24.3.2012 Wir kamen um 15.45 Uhr in der strahlenden Märzsonne beim Salinasgelände an. Dort waren wir die ersten, noch nicht mal die Polizei war da. Diese kam genauso wie die ersten Jugendlichen ein paar Minuten später. Bei facebook hatten 149 Leute zugesagt, uns war klar, dass es nicht so viele werden würden, aber wir konnten überhaupt nicht einschätzen, wie viele es tatsächlich werden. Deshalb waren wir mit jedem Auto was ankam und 4-9 total motivierte Jugendliche absetzte, erleichterter. Auch aus dem Camp in Gedelitz kamen noch einige Jugendliche und als wir schließlich um 16.00 Uhr mit der Aktionsvorbereitung anfingen, waren wir 30 Leute.
Dass die Jugendlichen aus der ganzen Republik (von Eckernförde bis nach Bayern) kamen stellte sich bei der Begrüßungsrunde heraus. Wir saßen im Schatten der großen Kiefern und besprachen unsere Aktion.

Autokinopremiere im Wald von Gorleben

Am Freitag versammelten sich rund 30 Atomkraftgegner vor dem Bergwerk in Gorleben, um gemeinsam Kino zu schauen. Das Szenario hatte etwas Magisches. Gegen 20 Uhr flimmerten die ersten Bilder über die große Leinwand zwischen den Bäumen, unweit der Atomanlagen in Gorleben. Gezeigt wurde „Yellow Cake“, ein Film über den Uranabbau. Trotz dieses ernsten Themas war die Stimmung gut und die Menschen machten es sich mit Popcorn und Getränken in ihren Autos gemütlich. Diese standen auf der Straße vor dem Haupttor zum Salzstock und blockierten damit die Zufahrt. Die Veranstaltung war die Premiere einer 6-teiligen Filmreihe über Uranabbau, die aus der Zusammenarbeit zwischen der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, der Kinogruppe Platenlaase und der KURVE Wustrow entstanden ist. Unter dem Titel „Vom Anfang zum Ende“ soll aufgezeigt, dass die Probleme der Atomkraft schon mit der Gewinnung des Rohstoffes Uran beginnen.

Wir vom PoetrySlamKomitee trafen uns schon ab 18 Uhr vor den beiden vorderen Toren, machten Kerzen an, stimmten die Instrumente, bestückten die Feuerstelle auf Rädern, stärkten uns mit Tee und sprachen mit der Polizei. Bis heute warten wir auf poetische Beiträge von seiten der Beamten. Es wurde dunkel und immer mehr Menschen kamen dazu. Doro spielte Akkordeon.... Um 19 Uhr sammelten sich 40-50 Menschen vor dem ersten Tor (Tor eins? (sechs), jedenfalls mit Uhrzeigersinn gelaufen)   und wir begannen mit den Reisegedichten + - prosa: Tao, Tanna, Marion und Alexander trugen vor und es wurden die ersten Buchhonorare verteilt. Mit zwei (Feuer & Holz-) Bollerwagen , dem ambulanten Waffelofen und dem Poetrykoffer zogen wir weiter, Doros Musik als Wegbegleitung. Beim zweiten Tor gab es Liebesgedichte von Antje, Melani, Tanna, Georg und Liebeslieder von Furry und Mascha, wobei zum ersten Mal das orangefarbene Licht des Bergwerks zu einem gemeinnützigen Einsatz kam: Die Texte ließen  sich dadurch besser als bei Kerzenlicht ablesen. (sonst habe ich die immer mit Groll aus der Ferne wahrgenommen, nachdem  es klar war, dass es nicht der letzte Schein des Abendrots sein konnte... ach nee, das ist ja das gut ausgeleuchtete Atommüllterrain....).

Bilder der Blockade

Unsere Gruppe war fast zwei Stunden vor Beginn der Aktion vor Ort, um mit Bannern, Absperrbändern und Strohballen einen Wettbewerbsfähigen und bunten Platz zu schaffen und die Zufahrtsstraße zum Bergwerk schon einmal dicht zu machen.

Gegen 11.30 Uhr kamen die ersten Teilnehmer der Blockade-Ralley mit ihren Autos an, eine Teilnehmerin hatte den weiten Weg sogar mit dem Fahrrad zurückgelegt. Allerdings war ihr die Teilnahme am Wettbewerb dabei nicht so wichtig gewesen, sie packte ein selbstgebasteltetes Kostüm aus und präsentierte sich uns als „Geld-Hai“. An ihrem Fahrrad prangte eine Karte von Afrika mit eingezeichneten Uran-Abbau-Gebieten.

Es kamen zu unserer Freude viele Menschen, die aufgrund der verteilten Flyer im Landkreis auf die Aktion aufmerksam geworden waren. Hatte es sich also gelohnt, auf diesem direkten Weg die Öffentlichkeit zu suchen.

gorleben365 beteiligt sich an Campact Aktion

Passanten und Touristen staunten nicht schlecht: Direkt vor dem Brandenburger Tor in Berlin entstand am 9. Februar 2012 ein großes gelbes X. Rund 150 Menschen formten das Symbol des Widerstands gegen ein Atommüll-Endlager in Gorleben. Anschließend zogen sie mit dutzenden Atommüllfässern vor das Umweltministerium - dort tagten die Bundesländer und Umweltminister Röttgen, um über die Endlagersuche zu beraten.

campact x berlin

Samstagmittag, 13.00 Uhr, es ist kalt, aber der Himmel ist klar. Eine Gruppe von ca. 30 Menschen – verteilt über vier Generationen – haben sich vor den Toren des Erkundungsbergwerkes zusammen gefunden, um zwei Geburtstage zu feiern. Am Freitag zuvor sind wir mit mehreren Autos aus Oldenburg angereist. Abends sind wir dann noch einmal die geplante Blockade mit all ihren politischen und gesellschaftlichen Hintergründen durchgegangen.

Blockade legt Endlagerbaustelle lahm

Zwei DemonstrantInnen haben sich heute Mittag an den Toren des Endlagerbergwerks angekettet. Mit mehr als 100 Mitgliedern der Aktionsgruppen widersetzen, contrAtom, X-tausendmal quer und der KURVE Wustrow war es heute um 12 Uhr zum Schichtwechsel von ca. 100 Angestellten gelungen, die Zufahrten zu blockieren. Nach zwei Stunden beendeten die AktivistInnen ihre Blockade.

Blockadebericht der Geburtstagsblockade am 17.12.2011 Nachdem am Freitagabend schon ein paar meiner Geburtstagsgäste gekommen waren, kamen die meisten am Samstagmittag. Als alle da waren, begannen wir dicht zusammengedrängt in unserem Wohnzimmer mit der Aktionsvorbereitung. Da die meisten meiner Freunde schon sehr viel Erfahrung haben, konnten wir gemeinsam unsere Aktion besprechen und unsere Erfahrungen austauschen. Nachdem wir fertig waren, haben wir uns gefühlte 100 Schichten Klamotten angezogen und noch kurz etwas gegessen. Dann stand schon der Bus vor der Tür in den wir, bepackt mit Isomatten und Süßigkeiten einsteigen konnten. Wir fuhren durch das abendliche Wendland und es hatte ein bisschen Klassenfahrtscharakter: 30 aufgeregte Jugendliche in einem Bus, die wissen, dass etwas Großes vor ihnen liegt.

Bericht über die Geburtstagsfeier des Aktionsbündnisses AntiAtom Magdeburg auf der Zufahrt zum Endlager Gorleben im Rahmen der Aktion gorleben365 vom 16. bis 18. Dezember 2011

Am Wochenende vom 16. bis 18. Dezember 2011 wurde das Aktionsbündnis AntiAtom Magdeburg ein Jahr alt. Wir sind eine lose Gruppe aus Menschen, die seit einem Jahr gemeinsam Aktionen organisiert und durchführt, um gegen Atomkraft und die damit zusammenhängende Atommüllproblematik zu protestieren. Dazu gehören u.a. Proteste gegen die Castortransporte, spektakuläre Kletteraktionen, Flashmobs, Verzierungen der Magdeburger Innenstadt, Ausstellungen zum Atommülllager Morsleben und natürlich auch Demos und Mahnwachen.

„Geburtstagsfeier als Demo “

Den 68. Geburtstag feiert man in der Regel zu Hause mit Familie und Freunden bei Kaffee und Kuchen. Nicht so Heide Hoefmann-Rosenberger. Die Gesamtschulrektorin im Ruhestand saß an ihrem Ehrentag, dem 12. November, mit ihrem Mann und zwölf Freundinnen und Freunden vor dem Tor des Erkundungsbergwerks im niedersächsischen Gorleben, um gegen das dort geplante Atommüllendlager und gegen die nach Meinung der Gruppe überholte und gefährliche Atomtechnologie zu demonstrieren. „ Kaffee und Kuchen gab es aber auch “, so die Lehrerin, die sich seit den Tagen der Studentenbewegung 1968 in Gewerkschaft, Friedensbewegung und zu vielen anderen Themen politisch engagiert hat. (1974 organisierte sie mit ihrer gewaltfreien Aktionsgruppe Blockaden vor der Raketenstation in Neuss-Kapellen, die bekanntlich heute ein Museum und Ateliers beherbergt.)

Entspannte 10-Jahresfeier mit Tee, Berichten, Suppe und Gesang

Nachdem der größere Teil der Gruppe am Freitag nachmittag losgefahren war und abends schon beim Poetry Slam blockiert hatte, trafen wir uns mit den Nachzügler_innen am Samstag gegen 11 am Blockadeort zum Aufbauen. Nach der Erfahrung vom Vorabend, wo ein Auto auf dem Grünstreifen an der Blockade vorbeifuhr, parkten wir unsere Wagen so, dass das nicht mehr ging. Während wir Tische und Bänke aufstellten, die Fotowand bestückten, jede Menge Transparente aufhängten, das Buffet herrichteten und die Suppe warm werden ließen, trudelten etliche Leute ein, die unserer Einladung folgten, aus Anlass des 10jährigen Bestehens unserer Gruppe in gemütlicher Runde ein paar Stunden lang die Zufahrt zum Endlagerbergwerk zu blockieren. So waren wir zusammen rund 30 Personen, ehemalige und aktuelle Gruppenaktive, Freunde und Interessierte.

Ein Teil des Komitees trifft sich zur Nachbereitung:

Antjetanna:
Viel Kerzenlicht in Pausentüten und auf Lüstern, Feuertonnen mit eingeflextem "PoetrySlam" und ein wärmendes Lagerfeuer in der Mitte, um dieses herum warm eingemummelte Menschen im Kreis auf Stühlen und Strohballen sitzend, warmen Punsch trinkend und Atomkraft-nein-Danke-Waffeln vom Feuerfaß schmausend : eine ländlich poetische Atmosphäre vor dem Schwarzbau bei Gorleben mit Scheinwerferhintergrund und Ashaltcharme und andächtig lauschenden Polizisten.

Lebenslaute in Aktion - Blockade der Endlagerbaustelle in Gorleben

Wie angekündigt haben sich am frühen Sonntagmorgen einige Menschen auf den Weg begeben, den regulären Arbeitsbetrieb an der illegalen Endlagerbaustelle in Gorleben zu stören, indem die Durchfahrten zum Gelände durch Blockaden des Aktionsorchesters Lebenslaute versperrt wurden.

Schicht im Schacht - Offene Arbeit setzt Endlager Schach matt

Aus Thüringens Landeshauptstadt Erfurt waren die Mitglieder der Offenen Arbeit angereist und verwandelten die Straße zum Endlagerschacht in eine riesige Spielfläche.

Hier wurde fair gespielt und trotzdem war der Verlierer der Aktion schon im voraus klar- die Atomlobby im Wendland und ihre unfairen Machenschaften.

Die OA ist eine Basisgemeinde mit Umweltbibliothek im Evangelischen Kirchenkreis Erfurt und hat seit über 30 Jahren Erfahrung im Umgang mit politischen und im Besonderen mit menschenverachtenden Systemen. Was sie antreibt ist klar „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“.

Wir waren gern hier und kommen natürlich zum Castortransport wieder, denn das Spielchen, welches hier im Wendland seit 30 Jahren mit den Menschen gespielt wird, ist ungerecht und unfair. Wir bedanken uns auch bei unseren UnterstützerInnen, die uns so toll begleitet und beherbergt haben.

Fotos der Blockade

Am Sonntag, 23. Okt.2011, übernahm die oekumenische Initiative Gorlebener Gebet eine Blockade von 12-15.30 Uhr vor den Toren des Schwarzbau-Endlagers Gorleben. Wir waren an 2 Toren bis zu je 30 Teilnehmende.

Am Seitentor Nr.6 haben wir alte Tagebücher der Gorlebener Gebetsandachten, die seit 22 Jahren an jedem Sonntag gehalten werden, aufgeschlagen und daraus Eindrücke von Teilnehmenden vorgelesen sowie aus der Geschichte des Gorlebener Gebets berichtet. Zwischendurch gab es Musik sowie gemeinsames Singen und Tanzen. Um 14 Uhr wurde traditionsgemäß eine Andacht gehalten, diesmal nicht im Wald unter den Kreuzen, sondern vor den Toren des sog. Erkundungsbergwerks. Eine besondere Erfahrung machten wir am Seitentor Nr.6:

„Das Werk ist unser eigen“,

so singen die Zwerge, die sich gegen eine Endlagerung im Salzstock querstellen. Mit ihren Ponys, viel Kreativität und kraftvollem Gesang blockierten Schülerinnen und Schüler aus dem Raum Hitzacker und Tießau am Samstag rund zweieinhalb Stunden im Rahmen von „gorleben365“ das Tor zum „Erkundungsbergwerk“. Mit zum Teil umgeschriebenen, wie auch selbst geschriebenen Texten von Widerstandsliedern erzählten sie eindrucksvoll und in bunten Bildern von Jonny mit seinem Pony, der den Widerstand entdeckt. Umrahmt wurde die Story von begeisterten mitsingenden Gästen.

Ponyshow

Bilder der Blockade

Niemals Endlager Gorleben!

21.10.2011: Am Sonntag, den 16.10.2011, haben sich AktivistInnen der Grünen Jugend kreativ an dem Protest gegen das Endlager Gorleben im Rahmen von „Gorleben 365“ beteiligt.

Am frühen Samstagmorgen, bei eisigen Temperaturen, stehen rund zwei dutzend Atomkraftgegner aus Heide in Schleswig Holstein vor den Toren zum atomaren Erkundungsbergwerk in Gorleben. Sie haben den weiten Weg von mehr als 250 Kilometer auf sich genommen, um auch ein Zeichen gegen den Irrsinn der Regierung und gegen die geplante Einlagerung von Atommüll zu demonstrieren.

Diese Aktion planten die Teilnehmer bereits vor einigen Wochen, denn seit dem atomaren Super-Gau von Fukushima veranstaltet die Gruppe regelmäßig Mahnwachen auf dem Marktplatz in Heide. Wie einer der Teilnehmer erzählt, ist diese Teilnahme an der Blockade in Gorleben ein wichtiges Zeichen, denn damit wollen die Akteure auch in der Region um Dithmarschen auffordern, bei dem für November geplanten Castor Transport teilzunehmen.

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Pressekonferenz um fünf nach zwölf

Bilder der Blockade

Im Rahmen der Daueraktion „gorleben365“ traf sich die „Initiative 60“ mit ihren Freunden am Dienstag vor der Straßengabelung an sogenannten Erkundungsbergwerk.

Etwas 40 ältere Menschen trafen sich zur Blockade.

Die vorgesehene Kaffeetafel wurde wegen andauernden Regens zwar zur Stehparty unter freiem Himmel, aber die versammelten Teilnehmer demonstrierten trotzdem nachdrücklich ihren Protest gegen die Atomindustrie. Sie dachten an die Enkel aller Menschen, ihre eigenen wie auch die uneinsichtiger Politiker und die der in den Einsatz beorderten Polizeibeamtinnen und -beamten. Denen und allen weiteren Nachkommen die Umwelt lebenswert zu erhalten ist die Pflicht jeder Generation. Das erfordert den Einsatz aller verantwortungsfähigen Bürger, unabhängig vom Lebensalter.

aktivist mit schirm

Die Sonne geht auf, keine Wolke am Himmel, der Reif ist auf den Autos gefroren – wir brechen auf in Richtung Gorleben.

Bei der Aktionsvorbereitung am Vorabend beschlossen wir kurzfristig, unsere Blockadeaktion schon um 8 Uhr morgens an den Toren des Erkundungsbergwerks zu starten. Denn wir wollten die neuesten Informationen überprüfen, dass die Betreiber an den Wochenenden die Schichtwechsel geändert hätten.

Bilder der Blockade

Frieda störte friedlich

Am Freitag, den 7.10.2011 blockierten 20 bis 25 Frauen der Initiative „Gelber Handschuh“ im Rahmen der Kampagne „gorleben365“ mit Kunst und Kultur die Hauptzufahrt zum Salzstock Gorleben. Die Aktion stand unter dem Motto „Frieda stört“. Frauen aus Berlin, Kassel, Hamburg und Sachsen waren angereist, um die Aktion zu unterstützen.

Auf der Zufahrt konnte aufgrund des guten Wetters die Ausstellung „Kummer in die Kiste“ der Gorlebenfrauen installiert werden.

Bilder der Blockade

Verlobung vorm Erkundungsbergwerk in Gorleben

Die Wedeler Michael Friedrich und Sabine Ropeter verloben sich auf der Blockade der Anti-Atom-Initiative Kreis Pinneberg vorm Tor in Gorleben
Nicht nur die Sonne strahlte, vom Himmel und den Anti-Atom-Fahnen, sondern auch die Gesichter, als die völlig überraschte Braut mit Sekt, Rosen und einem offiziellen Verlobungsantrag konfrontiert wurde.

Die BürgerInneninitiative gegen Atomanlagen Uelzen (BI Uelzen) hat heute im Rahmen von www.gorleben365.de  die Hauptzufahrt zum Salzstock Gorleben blockiert. Mit einem "Spanischer Vorhang" verschleierten Aktivisten den Anblick auf das Bergwerk, den sogenannten  Schwarzbau.

Unsere Ziele waren Leben vor das Tor des Erkundungsbergwerkes zu bringen, möglichst viele Autos aufzuhalten und Präsenz zu zeigen. Nach unzähligen Treffen in der Schulpause war es nun endlich soweit. Um 12 Uhr wurden wir und unser Material (Tapeziertische, Klamottenspenden, Getränke usw.) von der Schule abgeholt und nach Gorleben gebracht. Dort erwartete uns neben der strahlenden
Septembersonne auch die Polizei.

Eine kleine Geschichte demnächst hier.

Bilder

Pressemitteilung Freie Bühne Wendland

"Schmierentheater" der BI Prignix

Über 30 Mitglieder der Bürgerinitiativen Keine CO2- Endlager Altmark und  Brandenburg, sowie die Bürgerinitiative PrigNIX haben gemeinsam im Rahmen der Kampagne gorleben365 „Gewaltfreie Blockade des Baustellenverkehrs zum Endlagerbergwerk “ am Sonntag eine gemeinsame Aktion durchgeführt. "Schmierentheater" war das Motto und die Haupttorzufahrt wurde mit einer Lehmrutsch- und - tanzfläche gestaltet.

Abgeordneten-Blockade

Ausgehend von einigen Bundestagsabgeordneten aus dem Gorleben Untersuchungsausschuss, ist die Idee entstanden, die Kampagne gorleben365 mit einer eigenständigen Abgeordneten Blockade des Erkundungsbergwerkes in Gorleben zu unterstützen.

Bei der Blockade, zu der auch Abgeordnete aus Kommunalparlamenten, Landtagen und dem EU-Parlament herzlich eingeladen sind, soll es auch inhaltliche Gesprächsrunden geben, bei denen über die Zukunft von Gorleben und dem nuklearen Entsorgungsdilemma insgesamt geht.

Für Sitzgelegenheiten, Tische, Saft und Anti-Atom-Waffeln wird gesorgt.

Bilder der Blockade 1

AU-Blockade (Aktionsunterstützung von X-tausendmal quer)

Es ist Montagabend - Lagerfeueridylle auf einem Hof in der Nähe von Gorleben. Nach und nach treffen hier nun die AktivistInnen der Aktionsunterstützung von X-tausendmal quer ein. Es soll ein mehrtätiges Treffen werden, mit geselligem Beisammensein, schließlich kommen wir aus allen möglichen Ecken Deutschlands und sehen uns nicht allzu oft. Zwischendurch wollen wir an einem Tag auch unser Materiallager etwas aufräumen, nach den letzten Blockaden sieht es da jetzt etwas chaotisch aus.

Und dann wäre da noch die Aktion, die „AU-Blockade“ im Rahmen der Kampagne gorleben365, die soll am Mittwoch stattfinden.

Geburtstagsfeier mal ganz anders. Vielleicht wurde ein neuer Trend geboren.

Nach gemütlichem Frühstück im Garten des Gasthauses Wiese in der Nähe der Gorlebener Atomanlagen, machten die 35 Geburtstagsgäste sich auf vors Haupttor des Erkundungsbergwerks. Schnell teilten wir uns auf alle vier Zufahrten auf, um sitzend vor den verschlossenen Toren zu blockieren.

Ausdauernder Widerstand gegen die Weitererkundung des Salzstockes Gorleben, 14.08.2011, 15 Uhr. Unter dem Motto „Heute wir, morgen ihr!“ haben heute AtomkraftgegnerInnen die erste Blockade im Rahmen der Kampagne gorleben365 aufgenommen: „Wir wollen andere Menschen mit unserem Handeln dazu motivieren, Verantwortung nicht zu delegieren, sondern sich eigenverantwortlich für den vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie einzusetzen“ erklärt Steffi Barisch, Pressesprecherin der Kampagne.